März 8, 2009 von einfachdaniel
Endlich wieder was zum schreiben!…
…war mein erster Gedanke, als ich der ersten Fisch 2009 am Band hatte. Da kann man doch mal sehen, wie das World Wide Web einen versaut! Anstatt mit all meinen Gedanken ganz beim Fisch zu sein, dachte ich daran, dass ich nun endlich wieder etwas sinnvolles in mein Blog schreiben kann. Nunja, so ist das wohl im digitalen Zeitalter.
Nach mehreren erfolglosen Angelversuchen am Rhein, war ich am 28. Februar mal mit einem Kollegen an der Erft.
Hier herrschen das ganze Jahr über Wassertemperaturen von ca. 15 C°. Angeblich wird die Erft durch warmes Grundwasser gespeist, genau weiß ich das allerdings nicht. Auf jeden Fall sind die Fische hier ganzjährig aktiv und es werden auch im tiefsten Winter immer wieder sogar Aale gefangen. Wir hatten für tagsüber einen Ansitz auf Friedfisch geplant und nach Sonnenuntergang sollte es auf Aal und Wels gehen. Die Rechnung ging nur teilweise auf. Wir konnten zahlreiche, bunt gemischte Friedfische überlisten. Angefangen von Brassen, über Roaugen, Döbel bis hin zu Barben war alles dabei.
Die Räuber jedoch wollten nicht so wirklich. Nicht ein Aal und erst recht kein Wels wollte sich unserer erbarmen. Egal, es war ein schöner Tag bei frühlingshaften Temperaturen und nicht zuletzt das „Angrillen“ konnte uns somit über den Mangel an Raubfischen hinwegtrösten.
Blei

Grill
Schlagworte: Angeltag, Friedfisch
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Dezember 30, 2008 von einfachdaniel
Seit drei Jahren geht es nun für jeweils eine Nacht im Winter zum Angeln nach Grömitz. Das Ostseeheilbad liegt am Nordrand der Lübecker Bucht und verfügt über eine 398 Meter lange Seebrücke. Leider ist diese Brücke sehr beliebt bei Anglern und daher ist es unbedingt notwendig, rechtzeitig dort zu sein, um sich einen guten Platz zu sichern. Wer es kann, sollte versuchen an den Weihnachtsfeiertagen dort angeln zu gehen, da zu dieser Zeit relativ wenig los ist. Mein bester Freund und ich statten der Brücke am liebsten am zweiten Weihnachtsfeiertag einen Besuch ab.
Auch am diesjährigen 26. Dezember haben wir wieder den Dorschen und Platten nachgestellt. Geangelt wurde mit schweren Ruten am Grund mit Brandungspaternostern und Wattwurm. Herausgestellt hat sich dabei, dass schwach leuchtende Perlen ohne Auftrieb vor dem Haken allen anderen überlegen waren. Ich nehme an, dass bei diesen Temperaturen die Fische besonders Grundnah fressen. Kathi hatte anstelle der Brandungsruten eine starke Feederrute im Einsatz, was an diesem Spot auch völlig ausreichend ist. Da die Brücke sehr lang ist, kommt es hier nicht auf große Wurfweiten an. Man sollte vielmehr darauf achten, dass man die Fische nicht sogar überangelt. Gerade die Plattfische stehen oft in Höhe eines Drittels der Brückenlänge.
Köder waren wie immer die guten alten Wattwürmer. Zusätzlich hatten wir diesmal auch Seeringelwürmer, die aber nicht wirklich mehr Fisch an den Haken bringen konnten und somit nicht notwendig sind. Gefangen haben wir u.a. 6 maßige Plattfische für die Pfanne, sowie etliche kleine Dorsche, die aber wieder schwimmen durften.

Der Tagesfang
Alles in allem war es aber eher verhalten, da der angekündigte auflandige Wind leider ausblieb. Egal, es war trotzdem wieder schön Ostseeluft zu schnuppern und Weihnachtsbaum-ähnliche Paternoster durch die Gegend zu schmeißen. Dank des neu eröffneten Angelladens in Grömitz fällt jetzt auch die Wurmbeschaffung leicht und die rund 400km von Berlin aus sind ja auch nicht allzu weit.
Übrigens: die Einheimischen haben uns erzählt, dass die vielen kleinen Dorsche ein sehr guter Indikator dafür sind, dass es in den nächsten zwei-drei Jahren wieder viele und vor allem große Dorsche geben wird. Warten wirs ab…
Schlagworte: Dorsch, Ostsee, Plattfisch
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Dezember 3, 2008 von einfachdaniel
Ein Freund aus Südafrika hat mir ein Bild seines letzten Fangs geschickt. Darauf zu sehen ist ein Yellowtail, den er von der Südafrikanischen Küste aus gefangen hat.

Yellowtail aus Südafrika
Um einen solchen Fisch von Land aus an die Rute zu bekommen, muss man eine felsige Küste finden, die sehr steil abfällt und wo das Wasser sehr schnell tief wird. Die Angler gehen dort meist zu zweit ans Wasser, wobei einer von einem erhöhten Platz aus nach raubenden Yellowtails ausschau hält und der andere diese dann gezielt auf Kommando mit seinem Kunstköder anwirft.
Mein bekannter hatte an seiner 11ft Rute mit einer 40lb Schnur eine halbe Stunde zu kämpfen um seinen Fisch zu landen. Es war einer der größten, der dort seit Jahren gefangen wurde.
Schlagworte: Raubfisch
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Dezember 3, 2008 von einfachdaniel
Auf der Arbeit ging es gestern hoch her und somit war ich froh, dass ich im Anschluss noch eine Stunde angelnd am Rhein verbringen konnte. Es war kalt und die Luft angenehm klar, genau das Richtige um den Kopf frei zu bekommen. Ich angelte an einer Hafenausfahrt und konnte dabei ein Industrieanlagen-Panorama bewundern, dass am hellen Tage sehr unschön aussieht. Bei Nacht allerdings verwandelt es sich in ein mystisches Panorama, dass auch aus einem Endzeit-Movie stammen könnte.

Nächtliche Industrieanlagen
Trotz des Anblicks konnte ich mich aber doch auch aufs Angeln konzentrieren. Ans Band kam, wie meistens in der Nacht, ein Kopyto am 14g Kopf. Nachdem ich die ersten Würfe erfolglos klassisch gejiggt hatte, brachte bereits der erste Wurf mit nem gefaulenzten Shad einen Biss. Ich konnte kurz darauf einen ca. 45er Zander zum kurzen Fototermin an Land bringen. Danach ging leider nichts mehr, aber ich musste auch nach knapp einer Stunde wieder los. Somit ist das Ergebnis, ein Zander bei einer Stunde Angeln, gar nicht so schlecht.
Und hier isser:

Feierabend-Zander
Schlagworte: Raubfisch, Zander
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November 28, 2008 von einfachdaniel
Gerade hab ich im Netz mal etwas wirklich cooles gefunden. Vor ca. zwei Jahren gab es in Großbritannien eine Umfrage zum Thema Angeln. Befragt wurden 1.000 Freizeitangler, von denen 75% sagten, dass sie lieber Angeln gehen, als mit ihrer Frau in die Kiste zu steigen. Obendrein investieren die Jungs ungefähr achtmal soviel Geld in Angelzeug wie in ihre Frauen. Über 50% dieser Angler sagten außerdem, dass sie lieber nen Rekordlachs oder ne besonders große Forelle fangen würden, als ne Nacht mit einem Supermodel zu verbringen.
Wenn ich das jetzt alles so lese und mal drüber nachdenke, dann stellt sich mir die Frage: Sind wir nicht alle ein bisschen Brite???
Schlagworte: Allgemeines, Kurioses
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November 24, 2008 von einfachdaniel
Am Samstag war ich mit Kathi und meinem besten Freund auf der Bootsmesse in Berlin. Wie immer gab es in diesem Rahmen auch eine Halle, in der so eine Art kleine Angelmesse veranstaltet wurde. Die war in diesem Jahr echt enttäuschend. Gerade einmal 6-8 Angelgerätehändler aus der Region waren mit ihren Angeboten vertreten. Davon hatten lediglich 2 auch etwas höherwertigeres Material dabei. Ich hatte vor mir auf der Messe ne schöne Jigrute für den Rhein zu kaufen (Shimano Speedmaster o.ä.) aber da hatte ich keine Chance. Auch sonst gab es zum Thema Angeln nicht viel zu sehen. Nur wenige Reiseanbieter oder sonstige Stände rund ums Angeln waren bereit in diesem Jahr in Berlin auszustellen.
Im Vergleich zu meinen letzten Besuchen der „boote“ in 2006 und 2005 ist die Vielfältigkeit und das Angebot an Themen rund ums Angeln auf dieser Messe doch deutlich geschrumpft. Schade eigentlich, aber für Angler lohnt sich ein Besuch der „boote“ in Berlin leider nicht mehr.
Schlagworte: Allgemeines, Messe
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November 17, 2008 von einfachdaniel
Ich war am 13.11. mit Kathi am Angelteich „Forellenhütte“ zum Forellenflitschen. Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Die Anlage ist sehr sauber und gepflegt und der Betreiber ist wirklich sehr engagiert und hat immer Tipps und Tricks parat, die er gern auch weiter gibt. Der Besatz ist gemischt und auf Grund des Zulaufs aus einem kleinen Bach gibt es sogar natürlich eingewanderte Bachforellen, die auch regelmäßig gefangen werden. Ich kann die Anlage wirklich empfehlen, wenn man zur Abwechslung mal dem konzentrierten Überlisten wilder Fische in See und Fluss, die „leichte Unterhaltung“ eines Teichbesuchs vorzieht.
Wir konnten an dem Tag 11 Portionsforellen und eine Große überlisten. Gebissen haben die sowohl auf Bienenmaden, als auch auf geschleppten Teig. Als top Farben erwiesen sich beim Teig weiß und orange-glitter, die relativ flach an der Stachelschweinpose und am Sbirolino geschleppt wurden. Die Bienenmaden haben wir stationär an der Pose in ca. 1,20m Tiefe angeboten.
Schlagworte: Angeltag, Forelle
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November 4, 2008 von einfachdaniel
Gestern habe ich wieder mal eine kleine Bestellung bei meinem lieblings-Onlineshop Camo-Tackle ausgelöst.
Geordert wurden einige neue Twister und ein paar rheintaugliche, 10- und 14 gramm schwere Patronenbleie fürs T-Rig. Die Bestellung wurde umgehend bearbeitet und wird aller Wahrscheinlichkeit nach heute Abend bei mir zuhause eintreffen. In dem Paket werden auch einige komische Gummiwürmer mit eingegossenem Kaninchenhaarbüschel namens 6″ Single Tail Worm sein.

Quelle: Camo-Tackle
Ich bin echt gespannt, wie die sich am Finesserig schlagen und werde das am Freitag ausführlich testen. Auf Grund des Bildes wage ich allerdings schon zu prognostizieren, dass die ein sehr lebhaftes Spiel aufweisen werden, welches es den Barschen und evtl. den Zandern schwer machen wird, zu widerstehen.
Auf jeden Fall werde ich demnächst über die ersten Einsätze dieses ungewöhnlichen Köders berichten. Unabhängig von den Ergebnissen dieses Tests kann ich Camo-Tackle uneingeschränkt empfehlen. Die Bestellbearbeitung geht immer super schnell und bisher lief immer alles reibungslos und sauber.
Schlagworte: Gummiköder
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Oktober 31, 2008 von einfachdaniel
Die moderne Menschheit ist ja bekanntlich aus einer Gesellschaft von Jägern und Sammlern hervor gegangen und auch heute noch stecken diese Egenschaften, mehr oder weniger ausgeprägt, in vielen von uns.
Dass bei uns Anglern der Jagdtrieb verstärkt ausgebildet ist, liegt auf der Hand. Aber bei vielen von uns ist auch die Sammelleidenschaft sehr groß. Schaut man mal einem Spinangler etwas genauer auf die Ködersammlung, so kann man in vielen Fällen eine wahnsinns Auswahl an Kunstködern entdecken. So geht es auch mir. Wann immer ich im Internet oder Angelgeschäft etwas „neues“ entdecke, dann überkommt mich das Gefühl, dass ich genau diesen Köder unbedingt brauche, da er garantiert der absolute Fanggarant ist.
So kommen dann nach und nach immer mehr dieser guten Stücke zusammen und die Sammlung wächst.
Um nun dieser großen Sammlung aus „Wunderködern“, „Zanderbringern“, „Barschmagneten“ und „Hechtverführern“ eine geeignete Bleibe zu bieten, benötigt der Angler eine entsprechende Köder(box)tasche.
Nach langer Recherche im I-Net habe ich nun eine geeignete Tasche für meine durchaus umfangreiche Sammlung gefunden. Wichtig bei der Suche war mir, dass:
- möglichst viel Platz für Köderboxen vorhanden ist
- die Boxen leicht herauszunehmen sind
- die Tasche wie ein Rucksack getragen werden kann, da es sonst bei längeren Strecken und Schultergurt auf Grund einseitiger Belastung extrem unangehm wird
- es möglichst viele Seitentaschen für „Kleinkram“ gibt.
Entschieden habe ich mich letztlich für eine Tasche von Exori, genannt Tom Hawk „Universal Bag“. Diese bietet Platz für max. 9 Köderboxen à 27,5×185 cm. Das ist echt der Wahnsinn, da man so auch für längere Touren unter wechselnden Bedingungen genug Material mitnehmen kann. Außerdem bietet die Tasche ein Kühlfach, das den Tagesfang oder die Getränke frisch hält.

Quelle: http://www.exori.de

Quelle: http://www.exori.de
Gestern wurde das gute Stück geliefert und natürlich gleich eingeräumt.
Es trägt sich auch komplett gefüllt angenehm wie ein Wanderrucksack und erlaubt es somit auch beim Angeln längere Strecken zu Fuß problemlos zurückzulegen.
Schlagworte: Kunstköder, Zubehör
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Oktober 27, 2008 von einfachdaniel
Die Angelei mit dem DS-system ist ja seit geraumer Zeit in aller Munde. Es wird viel darüber diskutiert wie man den Gummi am fängigsten montiert, wie lang der Abstand zwischen Blei und Haken sein sollte, welche Hakenformen wie ans Band gebracht werden und ob Stahl nicht abschreckend auf Fische wirkt.
Das sind natürlich alles sehr wichtige Punkte. Leider habe ich aber das Gefühl, dass jeder seinen „Senf“ zu diesem Thema dazu geben will, und dass dadurch sogar kleinste Details diskutiert werden, die in 99% der Fälle nicht wirklich fangentscheidend sind.
Auch der Inhalt dieses Artikels wird sich in erster Linie nicht direkt fangsteigernd auswirken.
Ich möchte hier vielmehr über eine Schwachstelle des Systems schreiben, die viele Anglern teuer zu stehen kommt. Sobald sie nämlich über hängerträchtigem Grund angeln, verlieren sie beim DS eine Unzahl an Bleien. Wagt man sich an die wirklich fängigen Stellen wie Steinpackungen und Häfen, steigt die Gefahr eines Verkantens des Bleies am Grund beträchtlich.
Da diese Tatsache schnell ins Geld gehen kann, wagen sich viele Angler nicht diese Stellen gezielt und intensiv zu befischen. Zu unrecht wie ich meine, da in diesem Fall das Problem, die Steine, auch gleichzeitig dessen Lösung sein können.
Ein Kiesel vom Flussufer ist schnell am Ende des DS-Rigs befestigt. Dazu muss einfach nur ein kurzes Stück Geflochtene angebunden werden an welches der Kiesel mit Sekundenkleber angeklebt wird. Eine geflochtene Schnur ist deshalb zu empfehlen, weil diese besser am Stein kleben bleibt als eine Mono. Das kostet nichts und der Stein kann bei einem Abriss sofort durch einen neuen ersetzt werden. Auch reißt der Stein in den meisten Fällen direkt an der Klebestelle ab und rettet somit die Montage. Das erlaubt es einem deutlich risikobereiter zu Fischen und man ist demnach weitaus häufiger in fängigen Regionen unterwegs.
Bastler können sich auch eine Auswahl an unterschiedlich großen Kieseln im Voraus sammeln, diese zuhause mit Kleber und einer Schnurschlaufe zu einem auswechselbaren DS-Gewicht herrichten. Das kann dann beim Angeln in einen kleinen Wirbel am untere Ende des DS-Rigs eingehängt werden.
So sind sie stets flexibel um sich den unterschiedlichen Gegebenheiten am Gewässer anzupassen.
Einen kleinen, wenn auch nur marginalen Vorteil im Bezug auf die Fängigkeit des DS-Rigs gibt es dann aber doch noch on top. So wirken die Kiesel auf Fische weniger abschreckend und fremd als die normalen DS-Bleie. Ein Vorteil, der hauptsächlich im meist klaren Winter-Wasser das eine Prozent mehr an Fängigkeit ausmachen kann, das benötigt wird, um doch noch erfolgreich zu sein.
Schlagworte: Dropshot, Raubfisch
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