Archiv für die Kategorie ‘Wobbler’

„The Victim“

September 18, 2008

Neulich habe ich mir mal wieder ein paar neue Kunstköder gekauft. Beim Stöbern im Net kam ich auf die Seite www.face-of-fishing.org, auf der Gliederwobbler mit dem wirklich treffenden Namen „The Victim“,das Opfer, angeboten werden. Da ich den Preis von 5,- € als sehr angenehm empfand und mich dieser Wobbler neugierig werden ließ, hab ich mir drei Stück in unterschiedlichen Größen und Farben gekauft. Diese wurden auch drei Tage später bereits geliefert und der erste Eindruck konnte mich wirklich überzeugen. Sie sehen echt gut aus! Auf die Details wurde großen Wert gelegt und auch die Sprengringe und Drillinge sind von guter Qualität.


Quelle: http://www.face-of-fishing.org

Schon am nächsten Tag nahm ich die Babys mit ans Wasser um den Lauf zu testen. Der ist einfach gigantisch! Diese Wobbler stehen Illex und Jackson vom Lauf her in nichts nach. Leider konnte ich aus Zeitgründen noch keinen intensiven Fangtest machen, der wird aber schnellstmöglich erfolgen.

Das einzige, was mich wirklich sehr stört, ist der Umgang mit den Porto-und Versandkosten bei Face of Fishing. Berechnet wurden 6,95 € obwohl die in nem normalen Maxibrief für 1,80 € versendet wurden. Da könnte man doch wahrlich etwas mehr Kundenfreundlichkeit zeigen.

Empfehlen kann ich die Wobbler uneingeschränkt. Vielleicht sollten Interessenten aus Portogründen aber über eine Sammelbestellung nachdenken.

Raubende Friedfische, friedliche Räuber oder Proteinjunkies???

Juli 4, 2008

Neulich war ich mit meinem Kumpel Willi auf dem Hö-See zum Angeln verabredet. Wir mieteten uns ein Boot und wollten Barsche und Zander überlisten. Das klappte am Anfang, zumindest mit den Barschen, auch ganz gut. Im Krautfeld konnten wir einige schöne gestreifte Gesellen Drop-shottend ans Band zaubern. Danach war jedoch erstmal Flaute.

Wir umrundeten den gesamten See ohne wirkliche Erfolge. Selbst der Einsatz unserer rafiniertesten Finesserigs verhalf uns nicht zu einem der gewünschten Zander. Ein genauerer Blick ins Wasser zeigte allerdings auch, warum da nichts ging. Riesige Schwärme von Brutfischen in verschiedenen Größen verdunkelten das Wasser einiger Bereiche des Sees. Ich entschied mich daher mein kleines Spinnrütchen mit einem Kleinstwobbler, nicht viel größer als mein Daumennagel, zu bestücken.

Schon nach wenigen Würfen hatte ich den ersten Biss. Der vermeintlich gute Barsch entpuppte sich allerdings schnell als mittlerer Blei, der den Wobbler voll im Maul hängen hatte. Begleitet von Lachen über diesen „Raubfischerfolg“ flog der Wobbler wieder ins Wasser, um kurz darauf von einer stattlichen, golden schimmernden Rotfeder „gefressen“ zu werden. Ich hatte den nächsten „Räuber“ dran. Dieser wunderschöne Fisch durfte nach einem Erinnerungsfoto wieder Schwimmen. Nun war ich angefixt. Ich wollte wissen, ob ich nicht noch weitere Friedfische mit dem Kunstköder überlisten kann. Um es kurz zu machen, drei weitere Rotfedern konnten dem vermeintlichen Brutfisch nicht wiederstehen. Eine davon würde ich sogar als Kapital bezeichen.

Dieses Erlebnis mit den friedlichen Räubern war sehr spannend und ich bin mir sicher, dass ich auch in den nächsten Jahren zur Zeit der massenhaften Brutfische wieder mit Kunstködern auf Friedfische angeln werde. Erfolg brachten mir übrigens kleine Salmo Hornets in Barsch- und Weißfischdesign…