Archiv für die Kategorie ‘Gummiköder’

Gummilieferung von Camo-Tackle

November 4, 2008

Gestern habe ich wieder mal eine kleine Bestellung bei meinem lieblings-Onlineshop Camo-Tackle ausgelöst.
Geordert wurden einige neue Twister und ein paar rheintaugliche, 10- und 14 gramm schwere Patronenbleie fürs T-Rig. Die Bestellung wurde umgehend bearbeitet und wird aller Wahrscheinlichkeit nach heute Abend bei mir zuhause eintreffen. In dem Paket werden auch einige komische Gummiwürmer mit eingegossenem Kaninchenhaarbüschel namens 6″ Single Tail Worm sein.

Camo-Tackle

Quelle: Camo-Tackle

Ich bin echt gespannt, wie die sich am Finesserig schlagen und werde das am Freitag ausführlich testen. Auf Grund des Bildes wage ich allerdings schon zu prognostizieren, dass die ein sehr lebhaftes Spiel aufweisen werden, welches es den Barschen und evtl. den Zandern schwer machen wird, zu widerstehen.

Auf jeden Fall werde ich demnächst über die ersten Einsätze dieses ungewöhnlichen Köders berichten. Unabhängig von den Ergebnissen dieses Tests kann ich Camo-Tackle uneingeschränkt empfehlen. Die Bestellbearbeitung geht immer super schnell und bisher lief immer alles reibungslos und sauber.

Tom Hawk „Universal Bag“

Oktober 31, 2008

Die moderne Menschheit ist ja bekanntlich aus einer Gesellschaft von Jägern und Sammlern hervor gegangen und auch heute noch stecken diese Egenschaften, mehr oder weniger ausgeprägt, in vielen von uns.

Dass bei uns Anglern der Jagdtrieb verstärkt ausgebildet ist, liegt auf der Hand. Aber bei vielen von uns ist auch die Sammelleidenschaft sehr groß. Schaut man mal einem Spinangler etwas genauer auf die Ködersammlung, so kann man in vielen Fällen eine wahnsinns Auswahl an Kunstködern entdecken. So geht es auch mir. Wann immer ich im Internet oder Angelgeschäft etwas „neues“ entdecke, dann überkommt mich das Gefühl, dass ich genau diesen Köder unbedingt brauche, da er garantiert der absolute Fanggarant ist.
So kommen dann nach und nach immer mehr dieser guten Stücke zusammen und die Sammlung wächst.
Um nun dieser großen Sammlung aus „Wunderködern“, „Zanderbringern“, „Barschmagneten“ und „Hechtverführern“ eine geeignete Bleibe zu bieten, benötigt der Angler eine entsprechende Köder(box)tasche.

Nach langer Recherche im I-Net habe ich nun eine geeignete Tasche für meine durchaus umfangreiche Sammlung gefunden. Wichtig bei der Suche war mir, dass:
- möglichst viel Platz für Köderboxen vorhanden ist
- die Boxen leicht herauszunehmen sind
- die Tasche wie ein Rucksack getragen werden kann, da es sonst bei längeren Strecken und Schultergurt auf Grund einseitiger Belastung extrem unangehm wird
- es möglichst viele Seitentaschen für „Kleinkram“ gibt.

Entschieden habe ich mich letztlich für eine Tasche von Exori, genannt Tom Hawk „Universal Bag“. Diese bietet Platz für max. 9 Köderboxen à 27,5×185 cm. Das ist echt der Wahnsinn, da man so auch für längere Touren unter wechselnden Bedingungen genug Material mitnehmen kann. Außerdem bietet die Tasche ein Kühlfach, das den Tagesfang oder die Getränke frisch hält.

Universal Bag

Quelle: http://www.exori.de

http://www.exori.de

Quelle: http://www.exori.de

Gestern wurde das gute Stück geliefert und natürlich gleich eingeräumt.
Es trägt sich auch komplett gefüllt angenehm wie ein Wanderrucksack und erlaubt es somit auch beim Angeln längere Strecken zu Fuß problemlos zurückzulegen.

Drop Shot „Bleie“

Oktober 27, 2008

Die Angelei mit dem DS-system ist ja seit geraumer Zeit in aller Munde. Es wird viel darüber diskutiert wie man den Gummi am fängigsten montiert, wie lang der Abstand zwischen Blei und Haken sein sollte, welche Hakenformen wie ans Band gebracht werden und ob Stahl nicht abschreckend auf Fische wirkt.

Das sind natürlich alles sehr wichtige Punkte. Leider habe ich aber das Gefühl, dass jeder seinen „Senf“ zu diesem Thema dazu geben will, und dass dadurch sogar kleinste Details diskutiert werden, die in 99% der Fälle nicht wirklich fangentscheidend sind.
Auch der Inhalt dieses Artikels wird sich in erster Linie nicht direkt fangsteigernd auswirken.
Ich möchte hier vielmehr über eine Schwachstelle des Systems schreiben, die viele Anglern teuer zu stehen kommt. Sobald sie nämlich über hängerträchtigem Grund angeln, verlieren sie beim DS eine Unzahl an Bleien. Wagt man sich an die wirklich fängigen Stellen wie Steinpackungen und Häfen, steigt die Gefahr eines Verkantens des Bleies am Grund beträchtlich.
Da diese Tatsache schnell ins Geld gehen kann, wagen sich viele Angler nicht diese Stellen gezielt und intensiv zu befischen. Zu unrecht wie ich meine, da in diesem Fall das Problem, die Steine, auch gleichzeitig dessen Lösung sein können.

Ein Kiesel vom Flussufer ist schnell am Ende des DS-Rigs befestigt. Dazu muss einfach nur ein kurzes Stück Geflochtene angebunden werden an welches der Kiesel mit Sekundenkleber angeklebt wird. Eine geflochtene Schnur ist deshalb zu empfehlen, weil diese besser am Stein kleben bleibt als eine Mono. Das kostet nichts und der Stein kann bei einem Abriss sofort durch einen neuen ersetzt werden. Auch reißt der Stein in den meisten Fällen direkt an der Klebestelle ab und rettet somit die Montage. Das erlaubt es einem deutlich risikobereiter zu Fischen und man ist demnach weitaus häufiger in fängigen Regionen unterwegs.
Bastler können sich auch eine Auswahl an unterschiedlich großen Kieseln im Voraus sammeln, diese zuhause mit Kleber und einer Schnurschlaufe zu einem auswechselbaren DS-Gewicht herrichten. Das kann dann beim Angeln in einen kleinen Wirbel am untere Ende des DS-Rigs eingehängt werden.
So sind sie stets flexibel um sich den unterschiedlichen Gegebenheiten am Gewässer anzupassen.

Einen kleinen, wenn auch nur marginalen Vorteil im Bezug auf die Fängigkeit des DS-Rigs gibt es dann aber doch noch on top. So wirken die Kiesel auf Fische weniger abschreckend und fremd als die normalen DS-Bleie. Ein Vorteil, der hauptsächlich im meist klaren Winter-Wasser das eine Prozent mehr an Fängigkeit ausmachen kann, das benötigt wird, um doch noch erfolgreich zu sein.

Rheinzander

September 6, 2008

Ich war heut wieder am Rhein mit Gummis unterwegs. Schon nach wenigen Würfen konnte ich den ersten Biss verzeichnen. Der Räuber am anderen Ende nahm einen Kopyto in so einer komischen dunkelgrün-gelblich-glitter-matschefarbe. Gebissen hat er direkt an der Kante, an der die Hauptströmung in ruhigeres Nebenwasser übergeht. Generell ist das ein sehr guter Bereich. Hier kann mit relativ leichten Bleiköpfen gefischt werden um guten Bodenkontakt halten zu können und trotzdem für Raubfische leicht inhalierbar zu sein. Leider konnte ich den Fisch nicht keschern, da er sich im etwas zu harten Drill verabschiedet hat. Allerdings hing bereits wenige Würfe später ein weiterer Zander am Band, der zu einem kurzen Landgang mit Fotoshooting bereit war.

 

Erster Rheinzander

August 20, 2008

Ich konnte gestern meinen ersten Zander aus dem Rhein an Land bringen. Bei meinem dritten Ausflug mit der Spinnrute am Rhein hats endlich geklappt. Der Angeltag begann zunächst ähnlich verlustreich wie seine Vorgänger. Ich „versenkte“ diverse Gummis im Rhein auf der Suche nach einer Möglichkeit und einer Technik nach am Grund zu fischen und trotzdem halbwegs hängerfrei davon zu kommen.  Als dann auch noch einer meiner Illex-Wobbler durch einen dummen Fehler unwiederbringlich zwischen die Steinpackung der Buhne fiel, wollte ich erst abbrechen und einfach nur nach Hause fahren.

Ich kam mir vor wie ein blutiger Anfänger, der seine ersten Versuche mit Kunstködern vollführt. Letztenendes entschied ich mich dann aber doch noch ein bisschen zu bleiben. So montierte ich einen kleinen Hammer-GuFi in braun an einem 10gr Bleikopf. Dieser flog dann parallel zur Buhne ins Wasser. Absinken lassen, anlupfen, absinken und bums, ein Biss! Yes! Ich war wieder im Spiel!!! Nach kurzem aber heftigem Drill konnte ich ihn dann an Land bringen. Ich war noch nie so stolz auf einen selbst gefangenen Zander. Auch wenn er nur 65cm maß, diesen Zander kann ich ohne schlechtes Gewissen als den teuersten meiner bisherigen Anglerkarriere bezeichnen.

Gummikrebse reloaded

Juni 11, 2008

Neulich habe ich darüber geschrieben, wie man größere Krebsimitate aus Gummi am Offsethaken befestigt und wie diese dann gefischt werden können. Natülich kann man auch sehr kleine Gummikrebschen sehr gut für die Angelei auf Großbarsche einsetzen. Dafür werden diese am Drop-Shot System gefischt. Einfach auf den Haken ziehen und wie gewohnt knapp über Grund anbieten. Ich würde den Abstand zum Blei in diesem Fall allerdings etwas geringer wählen als bei Gummifischen/Würmern, da sich besonders die ganz kleinen Krebse sehr nah am Grund aufhalten.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Gummis auf kleinste Bleiköpfe mit 6er oder 8er Haken zu ziehen. Diese werden dann vom Boot aus sehr leicht über den Grund gezupft. Für die Uferangelei eignet sich diese Methode nur sehr eingeschränkt, da weite Würfe so nicht möglich sind und auch die Köderkontrolle eher zu wünschen übrig lässt.

Eine dritte Art kleine Gummikrebse zu verwenden ist es, sie als s.g. Springer vor einen anderen Kunstköder zu montieren. Das bedeutet, dass ähnlich wie bei Drop-Shot ein Haken mittels Palomarknoten an einem (Fluorocarbon-)Vorfach befestigt wird. Ca. 10-20cm dahinter kommt dann, anstelle des Drop-Shot Bleies, ein weiterer Kunstköder. Ich bevorzuge hier den Einsatz von 6-10cm langen Gummifischen im Barschdesign. Diese Montage erweckt, bei richtiger Führung, unter den Barschen den Anschein, dass da ein kleinerer Artgenosse hinter einem leckeren Krebschen herjagt. Das wiederum erweckt einen gewissen Futterneid und kann auch bei sonst eher lethargischen oder satten Fischen noch Erfolge bringen.

 Springer Krebs

Gummikrebse

Juni 3, 2008

Eines der beforzugten Beutetiere von Barschen und Zandern ist der Krebs. Somit liegt es nahe, Krebsimitate aus Gummi an Gewässern einzusetzen, die über einen Krebsbestand verfügen.

Gummikrebse

Sehr einfach kann man einen Krebs mit einem braunen/schwarzen Doppelschwanztwister imitieren. Dazu muss dieser nur in kurzen Sprüngen über den Grund geführt werden. Die beiden „Schwänze“ stellen hier die Scheren dar. In klaren Gewässern, oder bei besonders misstrauischen Fischen, reicht das allerdings nicht aus. Ein weiterer Nachteil der Twister ist, dass diese durch den herausstehenden Haken einem sehr hohen Hängerrisiko ausgesetzt sind. Und da sich sowohl Krebse, als auch Raubfische bevorzugt an Unterwasserhindernissen aufhalten, kann das schnell teuer werden.

Für diese Bedingungen gibt es eine Reihe an mehr oder weniger gelungenen Gummikrebsen, die an modernen Systemen des Finessefischens angeboten werden können. Die Scala geht hierbei von kleinen, ca. 2-3cm Krebschen für das Drop-Shot System bis hin zu großen Krebsen von 11cm+, die z.B. am Offsethaken gefischt werden können.

 Gummikrebse

Meine absoluten Favoriten sind die Krebse von Jenzi. Die sind aus nem super weichen Gummi und haben obendrein einen Hohlraum im Inneren. Dadurch lassen sie sich perfekt so an den Haken montieren, dass sie so gut wie nie irgendwo hängen bleiben, aber dass auch sehr vorsichtige Bisse i.d.R. verwandelt werden können. Dazu muss lediglich ein Bleischrot auf den Knick am Offsethaken geklemmt werden und schon kanns losgehen.

 Krebs offset

Durch den Hohlraum im Körper des Gummis steht der Krebs dann im Wasser naturgetreu mit dem Schwanz nach unten und dem Kopf incl. Scheren leicht schräg nach oben, quasi in Abwehrstellung. Das Bleischrot kann in der Größe ganz dem Gewässer angepasst werden. Sollte einmal mehr Blei vonnöten sein, z.B. aufgrund stärkerer Strömung, empfiehlt es sich nur ein kleines Bleischrot zu nehmen, um den Krebs vor einem Verrutschen auf dem Haken zu schützen, und das ganze dann am Texasrig zu montieren.

Krebs Texas

Ich führe den Gummikrebs in kleinen Hüpfern von ca. 15-25cm über den Grund. Meist kommen die Bisse in der kurzen, ca. 2-3 sekündigen Ruhepause dazwischen und fast immer sind diese hammerhart. Ich nehme an, dass das damit zusammenhängt, dass Krebsscheren sehr unangenehm für einen Räuber werden können, wenn sie nicht sofort durch verschlucken unschädlich gemacht werden. Ein Versuch mit Gummikrebs lohnt sich auf jeden Fall und kann auch in überfischten Gewässern noch als Trumpf stechen.

Herr der Gummis

Mai 19, 2008

Neulich las ich in einer älteren Ausgabe der Angel Woche einen Artikel über das selber gießen von Gummiködern. Hierin wurde beschrieben, wie man einen Abdruck von einem Gummiköder macht, um diesen dann als Gussform für eingeschmolzene, alte Gummis zu verwenden. Da ich zu 90% mit eher weichen Gummiködern, wie z.B. Kopytos fische, erlebe ich es oft, dass gerade die kleineren Hechte oder Zander diese Gummis im Handumdrehen zerlegen. Also dachte ich, wenn ich mir eine solche Form herstelle, kann ich all die zerbissenen, schwanzlosen, eingerissenen oder sonstwie zerstörten Gummis wieder einschmelzen und neu gießen. Gesagt, getan und nach einigem herumprobieren habe ich heut meine erste, selbstgegossenen GuFi-Kopie hergestellt. Natürlich wird der morgen gleich ausprobiert, ist ja wohl klar! Darüber hinaus hat mir diese Bastelei heut solchen Spaß gemacht, dass ich mich in nächster Zeit daran machen werde, meinen eigenen, speziell auf mein Lieblingsgewässer abgestimmten Gummi zu erschaffen. Ich bin mal gespannt, ob mir das gelingt…

Stickeralbum

Mai 15, 2008

Was is denn das bitte für ne Überschrift für ein Angelblog??? Ganz einfach, ich war gestern wieder an der Dahme fischen und habe dort einen anderen Angler getroffen. Gut – das allein ist nun nicht so spektakulär. Die Tatsache jedoch, dass er so sehr auf meiner Wellenlänge schwimmt, ist da schon eher ne Besonderheit. Irgendwie treffe ich sonst meist nur auf anglerische Totalausfälle, die mit Knüppeln und 45er geflochtenen plus kleinsten Spinnern mit Stahldrahtvorfächern auf Barsche angeln und mich dann blöd angucken, wenn ich die Fische fange und sie nur Schneider bleiben.

Ok, das erklärt aber noch immer nicht die Überschrift. Also, dieser Angler und ich kamen nun so ins Gespräch, als ich einen Zander ans Band bekam und er ihn freundlicherweise für mich fotografiert hat.

 Zander

Wir unterhielten uns eine ganze Zeit lang über dies und das und dabei stellte sich heraus, dass er genauso ein Freak (sorry Willi ;) ) bzgl. seiner Kunstköder ist wie ich. So kam es dann, dass wir uns gegenseitig unsere „Geheimwaffen“ zeigten und, ähnlich wie es bei den Stickeralben auf dem Schulhof der Fall ist, auch der eine oder andere Gummiköder den Besitzer wechselte.

Wir fischten auch noch eine Weile zusammen und konnten ein paar schöne Barsche überlisten. Nachdem Willi dann den Heimweg angetreten hatte klappte es bei mir noch mit drei wirklich guten gestreiften und als Abschluss konnte ich noch einen weiteren Zander von meinem gelben 5,5cm Kopyto überzeugen.

Alles in allem war das wieder ein sehr schöner Angeltag, der nicht nur gute Fische sondern vielleicht auch eine neue Freundschaft hervorbrachte. 

Kopyto

Mai 14, 2008

Meine Freundin ist gebürtige Polin und als sie neulich einen meiner kleinen Lieblinge aus Gummi in der Hand hielt, erzählte sie mir doch, dass Kopyto das polnische Wort für Hufeisen ist. Diese Beschreibung bezieht sich auf die Form des Schwanztellers, der beim Kopyto hufeisenförmig ausfällt.