Archiv für die Kategorie ‘Friedfisch’

Angelzeit im Kopf

März 8, 2009

Endlich wieder was zum schreiben!…

…war mein erster Gedanke, als ich der ersten Fisch 2009 am Band hatte. Da kann man doch mal sehen, wie das World Wide Web einen versaut! Anstatt mit all meinen Gedanken ganz beim Fisch zu sein, dachte ich daran, dass ich nun endlich wieder etwas sinnvolles in mein Blog schreiben kann. Nunja, so ist das wohl im digitalen Zeitalter.

Nach mehreren erfolglosen Angelversuchen am Rhein, war ich am 28. Februar mal mit einem Kollegen an der Erft.
Hier herrschen das ganze Jahr über Wassertemperaturen von ca. 15 C°. Angeblich wird die Erft durch warmes Grundwasser gespeist, genau weiß ich das allerdings nicht. Auf jeden Fall sind die Fische hier ganzjährig aktiv und es werden auch im tiefsten Winter immer wieder sogar Aale gefangen. Wir hatten für tagsüber einen Ansitz auf Friedfisch geplant und nach Sonnenuntergang sollte es auf Aal und Wels gehen. Die Rechnung ging nur teilweise auf. Wir konnten zahlreiche, bunt gemischte Friedfische überlisten. Angefangen von Brassen, über Roaugen, Döbel bis hin zu Barben war alles dabei.

Die Räuber jedoch wollten nicht so wirklich. Nicht ein Aal und erst recht kein Wels wollte sich unserer erbarmen. Egal, es war ein schöner Tag bei frühlingshaften Temperaturen und nicht zuletzt das „Angrillen“ konnte uns somit über den Mangel an Raubfischen hinwegtrösten.

Blei

Blei

Grill

Grill

Rheinbarben

Oktober 13, 2008

Gestern war ein wunderschöner Herbsttag. Ausserdem war Sonntag und ich hatte doch tatsächlich mal Zeit mich gemütlich an den Rhein zu setzen. Zusammen mit Kathi sollte es auf Barben gehen, da ich endlich meine erste über 25cm fangen wollte. Am Rhein angekommen packten wir in der Nähe der Mülheimer Brücke unsere Ruten aus und mischten das Futter zurecht. Dank der extrem guten Beratung vom „Fishermans Partner“ in Köln -nein, ich bekomme hierfür kein Geld ;) – hatten wir auch alles Nötige an Materialien und Futter dabei. Auch wussten wir genau, was wir zu tun hatten. Futter anmischen, nicht zu feucht, Maden dazu und erstmal zehn Würfe p.P. mit vollen Körben an die ausgesuchten Angelstellen. Danach wurden die Haken mit Madenbündeln bestückt, mit Castern garniert und ausgeworfen.
Es dauerte nicht lange und wir hatten den ersten Biss. Kurze Zeit später konnten wir die erste Barbe landen. Ich hab sie nicht gemessen oder gewogen, da sie möglichst schnell wieder schwimmen sollte.

Barbe

Barbe

Nach diesem Fang ging erst mal eine Weile nichts mehr, was aufgrund des wunderschönen Wetters nicht weiter schlimm war. Als unser Futter langsam zur Neige ging und sich die letzten paar Würfe andeuteten, bekamen wir noch einen Biss. Zuerst vermutete ich eine kleinere Barbe an meinem Haken, da ich nur leichte Gegenwehr spürte. An Land entpuppte sich die vermeintliche Barbe dann aber als Bachforelle. Wir hatten einen echt schönen Tag am Wasser und bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir eingepackt haben, hatte noch keiner der Angler neben uns einen Biss…vielleicht lag es an dem super guten Futter, das uns der FP in Mülheim empfohlen hat ;)

Raubende Friedfische, friedliche Räuber oder Proteinjunkies???

Juli 4, 2008

Neulich war ich mit meinem Kumpel Willi auf dem Hö-See zum Angeln verabredet. Wir mieteten uns ein Boot und wollten Barsche und Zander überlisten. Das klappte am Anfang, zumindest mit den Barschen, auch ganz gut. Im Krautfeld konnten wir einige schöne gestreifte Gesellen Drop-shottend ans Band zaubern. Danach war jedoch erstmal Flaute.

Wir umrundeten den gesamten See ohne wirkliche Erfolge. Selbst der Einsatz unserer rafiniertesten Finesserigs verhalf uns nicht zu einem der gewünschten Zander. Ein genauerer Blick ins Wasser zeigte allerdings auch, warum da nichts ging. Riesige Schwärme von Brutfischen in verschiedenen Größen verdunkelten das Wasser einiger Bereiche des Sees. Ich entschied mich daher mein kleines Spinnrütchen mit einem Kleinstwobbler, nicht viel größer als mein Daumennagel, zu bestücken.

Schon nach wenigen Würfen hatte ich den ersten Biss. Der vermeintlich gute Barsch entpuppte sich allerdings schnell als mittlerer Blei, der den Wobbler voll im Maul hängen hatte. Begleitet von Lachen über diesen „Raubfischerfolg“ flog der Wobbler wieder ins Wasser, um kurz darauf von einer stattlichen, golden schimmernden Rotfeder „gefressen“ zu werden. Ich hatte den nächsten „Räuber“ dran. Dieser wunderschöne Fisch durfte nach einem Erinnerungsfoto wieder Schwimmen. Nun war ich angefixt. Ich wollte wissen, ob ich nicht noch weitere Friedfische mit dem Kunstköder überlisten kann. Um es kurz zu machen, drei weitere Rotfedern konnten dem vermeintlichen Brutfisch nicht wiederstehen. Eine davon würde ich sogar als Kapital bezeichen.

Dieses Erlebnis mit den friedlichen Räubern war sehr spannend und ich bin mir sicher, dass ich auch in den nächsten Jahren zur Zeit der massenhaften Brutfische wieder mit Kunstködern auf Friedfische angeln werde. Erfolg brachten mir übrigens kleine Salmo Hornets in Barsch- und Weißfischdesign…

Klodeckel

Juni 16, 2008

Am Samstag war ich mal wieder mit meinem besten Freund zum Nachtangeln an der Dahme. Wir erreichten die gewünschte Stelle bereits am Nachmittag gegen 16.00 Uhr und wollten es zunächst auf Karpfen probieren. Also, schnell das Futter zusammengemixt und rein ins Wasser damit. Die Montagen flogen direkt hinterher und wir machten es uns auf unseren Stühlen gemütlich. Während wir da so saßen und der Dinge harrten, die da kommen sollten, spritzen ständig kleine Brutfische panisch aus dem Wasser. Da war also ein Rudel Barsche am Rauben, direkt vor unseren Nasen und wir hatten keine Spinnruten dabei! Toll! Blödes Karpfenangeln!

Naja, war ja nicht zu ändern. Nach einer ganzen Weile konnte ich dann wenigstens einen guten Biss auf Mais verzeichnen. Ich rechnete zunächst mit einem kleineren Karpfen, der sich aber nach wenigen Kurbelumdrehungen als größerer Blei, in Fachkreisen auch Klodeckel genannt, entpuppte. Aufgrund der gefühlten 1Mio. Gräten wanderte dieser schleimige Geselle nach dem Keschern nicht in die Pfanne, sondern zurück in sein angestammtes Element.

Blei

Als es dunkel wurde, wurden auch die Ruten umgebaut um dem Zielfisch Aal nachzustellen. Leider wollten die Jungs aber nicht mit uns spielen. Stattdessen bekam ich gegen 0.30 Uhr einen hammerharten Biss auf Tauwurm. Nach dem Anschlag gab es ein platschen an der Oberfläche, dass ich dachte ein Kind wäre ins Wasser gefallen. Leider saß der viel zu kleine Haken nicht und somit konnte ich das Monster vom River Dahme nicht fangen… Aber ich werde zurück kommen!

Weltweit hässlichster Karpfen der Welt

Juni 4, 2008

Gerade ebend hab ich ein wenig in meinen Fangbildern gestöbert und bin dabei auf eines gestoßen, das ich schon beinahe wieder vergessen hatte. Und zwar handelt es sich um ein Bild eines Karpfens, den mein Bruder im vorigen Jahr an der Strippe hatte. Dieser Karpfen war zwar nicht besonders groß aber er war trotzdem etwas besonderes. Bei einem Menschen würde man ungefähr sagen „er hatte ein Aussehen, das nur eine Mutter lieben kann“.

 Karpfen

Aber mal im Ernst, dieser Karpfen war wirklich anders als „normal“. Er war sehr hochrückig und dafür eher kurz. Abgesehen von Kopf und Schwanz quasi Tellerrund. Die Körperform erinnert eigentlich mehr an einen Discusfisch im Aquarium. Ist schon komisch, was die Natur da manchmal hervor bringt.

Mit meiner Freundin

Mai 12, 2008

Meine Freundin, Kathi, kommt aus Köln. In unserem gemeinsamen Urlaub in Südafrika hat sie mich sehr oft beim Angeln begleitet und das hat ihr Spaß gemacht. Nun hat sie sich entschlossen, selbst ihren Fischereischein zu machen, was mich als alten Angler natürlich wahnsinnig freut. (mehr…)

viele Mini-Karpfen

April 21, 2008

Heute gings nach Brusendorf auf Karpfen. Das Wetter war echt super, die Sonne schien, es waren ca. 17 °C und der Luftdruck seit zwei Tagen konstant. Ich hab mit nem knappen Kilo Karpfenfutter aus Polen und Dosenmais angefüttert und schon nach ner knappen halben Stunde waren die Karpfen am Platz. Das Futter hat mich echt überzeugt. Dann ging es Schlag auf Schlag, die haben gebissen wie die wilden. Allerdings nur auf vier bis sechs Maden am kleinen Häkchen. Sowohl Mais als auch Wurm wurden Verschmäht. Leider waren das anfänglich alles „nur“ Satzkarpfen und somit hatte ich schon Angst, dass aus meinem geplanten Karpfenfilet in Buttermilch nichts wird. Zwei von den Jungs waren dann aber doch noch etwas größer und durften somit die Reise in meinen Kochtopf antreten. Einige hatten echt hässlich aussehende Verletzungen, keine Ahnung woher.

Verletzung