Archiv für die Kategorie ‘Angeltag’

Kölner Aalnacht 2009

Mai 17, 2009

Fast direkt nach dem Fliegenfischen ging es gestern Abend zum Aalangeln an den Rhein. Zusammen mit vielen Anglern aus dem Board www.rheinangeln-pur.de.vu sollte den Schleichern nachgestellt werden. Das Event wurde organisiert vom Foren-Initiator und Moderator Dieter, genannt ZanderDieter. (mehr…)

Fliegenfischen an der Agger

Mai 16, 2009

Heute war ich an der Agger in Loope zum Fliegenfischen. Die Tageskarte kostet 10€ und ist somit erschwinglich. Am Looper Stück angekommen war ich erst ein wenig enttäuscht, da der Fluß hier durch bewohntes Gebiet fließt und auch optisch nicht viel her macht. Außerdem ist hier jede Angelart erlaubt und dem entsprechend waren die interessantesten Stellen auch schon von Posenanglern besetzt.

Agger

Ich wollte schon wieder nach Köln zurück fahren, als ich einen  anderen Fliegenfischer entdeckte. Nach ein paar gewechselten Worten war ich dann recht schnell überzeugt, es doch einmal an der Agger zu probieren. Der Angler, Phil,  kommt dort aus der Gegend und verssicherte mir, dass die Agger ein wirklich Fischreicher und mit einigen guten Fischen besetzter Fluss sei.

Bereits der fünfte oder sechste Wurf mit Streamer am sinkenden Vorfach brachte mir eine 25er Bachforelle. Es stellte sich heraus, dass das die Standartgröße dort ist. Im Laufe des Tages konnte ich noch einige weitere Forellen derselben Größe überlisten. Das war gut, denn ich konnte an dem Tag sehr gut die Bisserkennung beim Nymphen- und Streamerangeln üben. Auch die vielen, zum Teil gemähten, Uferwiesen machten es leicht zu werfen und somit die eigene Wurftechnik zu verbessern. Alles in allem ist das Looper Aggerstück ein nettes Stück Fluss für Anfänger oder für einige kurzweilige Spaßangelstunden.

Fliegenfischen an der Sülz

Mai 15, 2009

So, heute hab ich die Sülz mal angetestet. Dazu war ich mit der Fliegenrute in Immekeppel an einem ca 2 km langen Stück, an dem striktes „Flyfishing only“ herrscht. An dem Stück gibt es viele Rauschen, die sich immer wieder mit ruhigen Strecken abwechseln. Auf Grund der sehr üppigen Botanik in Form vieler überhängender Bäume ist das Werfen durchaus anspruchsvoll aber nicht unmöglich. Das Ergebnis meines allerersten Tages mit der Fliegenrute war eine 37er Regenbogenforelle auf Trockenfliege, eine knapp 30er Bafo, ein Lachssmolt sowie eine ca. 65er Barbe auf Nymphe.


Heimatgefühle

April 16, 2009

Über die Osterfeiertage ging es für Kathi und mich zu Besuch zu meinen Eltern nach Brandenburg. Natürlich nutzte ich die Chance um mal wieder in alten Gefilden zu „räubern“. Dafür musste ich das erste Mal in meinem Leben eine Tageskarte für DAV-Gewässer kaufen…nach 17 Jahren Mitgliedschaft. Ist schon ein komisches Gefühl aber was solls, ne Jahreskarte für Brandenburg lohnt sich nicht, wenn man in NRW lebt.
So gerüstet ging es an einen Waldsee, an dem ich in vergangenen Jahren um diese Zeit immer gut Frühjahrshechte fangen konnte.

Waldsee

Waldsee

Leider blieben die in diesem Jahr aus. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns deshalb es an „meiner“ Schleuse zu probieren. Das war eine richtige Entscheidung. Schon nach wenigen Würfen mit kleinem Kopyto gab es einen satten Rums in der Rute und ich hatte nen dicken Fisch an der Angel. Dieser brachte meine kleine P&M Rute schon ziemlich an ihre Grenzen. Die ersten fünf Minuten blieb er einfach an seiner Stelle stehen und bewegte sich nur minimal. Dann ging es auf einmal los, als sei ihm erst jetzt bewusst geworden, was überhaupt los ist, schwamm der Bursch mit voller Fahrt stromab. Dabei konnte ich erstmalig sehen, was ich da an der Rute hatte.

DrillEs war ein ca. 80cm Rapfen, der auf Grund seines Lebens in der Strömung der Schleuse ziemlich fit war. Leider konnte ich den Burschen nicht an Land bringen, da er nach ca 10-15 Minuten Drill ausstieg. Der Spaßfakor war trotzdem extrem hoch und ich wünschte diesem Traumfisch noch ein langes Leben dort an der Schleuse.

Auch wenn sonst nichts mehr ging, da die Barsche zur Zeit mitten im Laichgeschäft waren, war das ein wunderschöner Tag in meiner kalten Heimat…

Erster Rheinaal 2009

April 16, 2009

Gestern Abend konnte ich meinen ersten Aal 2009 auf die Schuppen legen. Gebissen hat der Schlängler bei ca. 13°C Wassertemperatur und einem leicht sinkenden Pegel von ca. 3,55 Metern. Ich hatte zwei Ruten mit Grundmontagen ausgelegt.
Eine wurde bestückt mit Tebo-Raupen, die andere mit einer Kombi aus einem halben Tauwurm und einem kleinen, quirligen Rotwurm.

Nachdem ich an beiden Ruten immer wieder Zupfer und geklaute Köder verzeichnen konnte, bekam ich gegen 22:00 Uhr einen „richtigen“ Biss.
Der Anschlag saß und der erste Aal wurde verhaftet. Danach war erst wieder für eine Weile Ruhe (abgesehen von geklauten Tebo-Raupen), bis ein zweiter ordentlicher Biss an der Wurmrute für einen kurzen Adrenalinkick sorgte. Leider saß der Anhieb nicht, so dass ich den Abend mit nur einem Aal beendete. Egal, es geht langsam los und das ist es was zählt.

Saiblinge im Puff

April 5, 2009

Da das Wetter endlich schöner werden sollte, haben Kathi und ich uns entschlossen in den Puff zu gehen und Forellen zu flitschen.
Gesagt, getan ging es am Samstag früh um 6:00 Uhr los in Richtung Engelskirchen. Dort angekommen erlebten wir, was es bedeutet am Wochenende eine solche Anlage zu besuchen. Es standen schon mindestens zehn Autos vor verschlossener Tür und gut 20 Angler warteten auf Einlass. Das war uns eindeutig zu viel Besuch und so ging es ca. 200m weiter zur nächsten Anlage. Diese war relativ lehr und so setzten wir uns an eine nette Stelle des Teichs.
Den Grund für die wenigen Besucher erfuhren wir ca. 20 Minuten später, als der Besitzer zum kassieren kam. Er wollte 25,-€ p.P. wegen Sonderbesatz mit Saiblingen. Egal, wir wollten einfach nur angeln und bezahlten also.

Nach dem Aufbauen der Ruten konnten wir in einer kleinen Bucht neben uns einen Schwarm Forellen ausmachen. Kurz darauf flog der Köder an die Stelle und wenig später landete die erste Forelle im Kescher. Ihr folgten auf diese Weise noch 4 weitere, die allesamt recht mickrig (Aldi-Größe) ausfielen. Dummerweise bemerkte dann ein ca. 12 jähriger „unseren“ Schwarm und begann mit einem Stock und Angelschnur bewaffnet die Forellen zu „angeln“. Mein freundlicher Hinweis darauf, dass man aus Respekt zu anderen Anglern ein wenig Abstand zu deren Angelstelle und zum Wasser hält, kam leider zu spät denn er hatte den Schwarm erfolgreich durch stetiges Platschen und Panschen im Wasser verscheucht.

So biss die nächsten Stunden nichts mehr…bei niemandem! Bis es auf einmal in der Nähe des Auslaufs ordentlich zur Sache ging. Zwei Jungs hatten dort ihre Ruten ausgelegt und fingen einen Saibling nach dem nächsten. Dieses Spiel zog sich über die nächsten Stunden hin und man konnte beobachten, wie aller Angler am Teich immer nervöser wurden. Irgendwann kam ich dann mit den beiden ins Gepräch und sie luden Kathi und mich ein, auch eine Rute am Auslauf zu platzieren. Das war super freundlich von den beiden und so konnten Kathi und ich abwechselnd auch noch drei Sablinge überlisten. Alles in allem hatten wir einen schönen Angeltag, der gekrönt wurde durch nette Gesellschaft und interessante Gespräche mit den beiden anderen Anglern.

So muss das sein!

Eiskalte Ahr

März 25, 2009

Abserviert hat sie mich, das gibts gar nicht! Am 21.3. sollte es im wunderschönen Ahrtal, an der wunderschönen Ahr auf Bachforellen gehen. Gigantische Fische, die wild an meinem leichten Gerät kämpfen, hatte ich mir schon die ganzen letzten Tage ausgemalt.
Aus diesem Grund stand ich auch pünktlich um 7:00 Uhr morgens an der Tankstelle, die die Tageskarten für meine Angelstrecke der Wahl verkauft. Aufgeregt wurden schnell die Formalitäten abgewickelt und ab gings ans Wasser. Die Ahr präsentierte sich glasklar und der Wasserstand war nur minimal über Normalpegel. Auch die Sonne schien, allerdings war es Arschkalt.

Der Fluss hat auf der beangelten Strecke ein sehr steiniges Bett und bietet somit vergleichsweise eine eher geringe Hängergefahr. Außerdem ist er geprägt durch viele Löcher, unterspülte Ufer und eine kleinere Rausche. Leider konnte ich an diesem Tag nicht auch nur den kleinsten Zupfer auf  meine tollen, überteuerten Spinner und Wobbler und Gummifischlein verzeichnen. Ich schätze, dass das auf die momentan noch eiskalten Wassertemperaturen zurückzuführen ist. Nichtsdestotrotz (das ist tatsächlich ein Wort!) war es ein sehr schöner Angeltag, da einen die Landschaft im Ahrtal auch mal über einen Schneidertag hinwegtrösten kann…

Fazit: Das Ahrtal ist einen zweiten Besuch wert und sobald das Wasser in der Ahr wieder erträgliche Temperaturen erreicht, werde ich ein weiteres Mal mein Glück versuchen.

Angelzeit im Kopf

März 8, 2009

Endlich wieder was zum schreiben!…

…war mein erster Gedanke, als ich der ersten Fisch 2009 am Band hatte. Da kann man doch mal sehen, wie das World Wide Web einen versaut! Anstatt mit all meinen Gedanken ganz beim Fisch zu sein, dachte ich daran, dass ich nun endlich wieder etwas sinnvolles in mein Blog schreiben kann. Nunja, so ist das wohl im digitalen Zeitalter.

Nach mehreren erfolglosen Angelversuchen am Rhein, war ich am 28. Februar mal mit einem Kollegen an der Erft.
Hier herrschen das ganze Jahr über Wassertemperaturen von ca. 15 C°. Angeblich wird die Erft durch warmes Grundwasser gespeist, genau weiß ich das allerdings nicht. Auf jeden Fall sind die Fische hier ganzjährig aktiv und es werden auch im tiefsten Winter immer wieder sogar Aale gefangen. Wir hatten für tagsüber einen Ansitz auf Friedfisch geplant und nach Sonnenuntergang sollte es auf Aal und Wels gehen. Die Rechnung ging nur teilweise auf. Wir konnten zahlreiche, bunt gemischte Friedfische überlisten. Angefangen von Brassen, über Roaugen, Döbel bis hin zu Barben war alles dabei.

Die Räuber jedoch wollten nicht so wirklich. Nicht ein Aal und erst recht kein Wels wollte sich unserer erbarmen. Egal, es war ein schöner Tag bei frühlingshaften Temperaturen und nicht zuletzt das „Angrillen“ konnte uns somit über den Mangel an Raubfischen hinwegtrösten.

Blei

Blei

Grill

Grill

Ostseeangeln in Grömitz

Dezember 30, 2008

Seit drei Jahren geht es nun für jeweils eine Nacht im Winter zum Angeln nach Grömitz. Das Ostseeheilbad liegt am Nordrand der Lübecker Bucht und verfügt über eine 398 Meter lange Seebrücke. Leider ist diese Brücke sehr beliebt bei Anglern und daher ist es unbedingt notwendig, rechtzeitig dort zu sein, um sich einen guten Platz zu sichern. Wer es kann, sollte versuchen an den Weihnachtsfeiertagen dort angeln zu gehen, da zu dieser Zeit relativ wenig los ist. Mein bester Freund und ich statten der Brücke am liebsten am zweiten Weihnachtsfeiertag einen Besuch ab.

Auch am diesjährigen 26. Dezember haben wir wieder den Dorschen und Platten nachgestellt. Geangelt wurde mit schweren Ruten am Grund mit Brandungspaternostern und Wattwurm. Herausgestellt hat sich dabei, dass schwach leuchtende Perlen ohne Auftrieb vor dem Haken allen anderen überlegen waren. Ich nehme an, dass bei diesen Temperaturen die Fische besonders Grundnah fressen. Kathi hatte anstelle der Brandungsruten eine starke Feederrute im Einsatz, was an diesem Spot auch völlig ausreichend ist. Da die Brücke sehr lang ist, kommt es hier nicht auf große Wurfweiten an. Man sollte vielmehr darauf achten, dass man die Fische nicht sogar überangelt. Gerade die Plattfische stehen oft in Höhe eines Drittels der Brückenlänge.
Köder waren wie immer die guten alten Wattwürmer. Zusätzlich hatten wir diesmal auch Seeringelwürmer, die aber nicht wirklich mehr Fisch an den Haken bringen konnten und somit nicht notwendig sind. Gefangen haben wir u.a. 6 maßige Plattfische für die Pfanne, sowie etliche kleine Dorsche, die aber wieder schwimmen durften.

Plattfische

Der Tagesfang

Alles in allem war es aber eher verhalten, da der angekündigte auflandige Wind leider ausblieb. Egal, es war trotzdem wieder schön Ostseeluft zu schnuppern und Weihnachtsbaum-ähnliche Paternoster durch die Gegend zu schmeißen. Dank des neu eröffneten Angelladens in Grömitz fällt jetzt auch die Wurmbeschaffung leicht und die rund 400km von Berlin aus sind ja auch nicht allzu weit.

Übrigens: die Einheimischen haben uns erzählt, dass die vielen kleinen Dorsche ein sehr guter Indikator dafür sind, dass es in den nächsten zwei-drei Jahren wieder viele und vor allem große Dorsche geben wird. Warten wirs ab…

Feierabend-Zander

Dezember 3, 2008

Auf der Arbeit ging es gestern hoch her und somit war ich froh, dass ich im Anschluss noch eine Stunde angelnd am Rhein verbringen konnte. Es war kalt und die Luft angenehm klar, genau das Richtige um den Kopf frei zu bekommen. Ich angelte an einer Hafenausfahrt und konnte dabei ein Industrieanlagen-Panorama bewundern, dass am hellen Tage sehr unschön aussieht. Bei Nacht allerdings verwandelt es sich in ein mystisches Panorama, dass auch aus einem Endzeit-Movie stammen könnte.

Nächtliche Industrieanlagen

Nächtliche Industrieanlagen

Trotz des Anblicks konnte ich mich aber doch auch aufs Angeln konzentrieren. Ans Band kam, wie meistens in der Nacht, ein Kopyto am 14g Kopf. Nachdem ich die ersten Würfe erfolglos klassisch gejiggt hatte, brachte bereits der erste Wurf mit nem gefaulenzten Shad einen Biss. Ich konnte kurz darauf einen ca. 45er Zander zum kurzen Fototermin an Land bringen. Danach ging leider nichts mehr, aber ich musste auch nach knapp einer Stunde wieder los. Somit ist das Ergebnis, ein Zander bei einer Stunde Angeln, gar nicht so schlecht.

Und hier isser:

Feierabend-Zander

Feierabend-Zander