Archiv für die Kategorie ‘Allgemeines’

Passion Fliegenfischen (?)

Juni 4, 2009

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit zusammen mit Kathi an einem Einsteigerkurs für Fliegenfischer teilzunehmen. Seit diesem Wochenende lässt mich die Flugangelei nicht mehr los. Ich „verschlinge“ geradezu die aktuellen (und auch nicht mehr ganz so aktuellen) Fachmagazine und hab mir sogar Podcasts zum Thema Fliegenfischen abonniert. Am morgigen Freitag habe ich nun einen Tag frei und werde, wie solls auch anders sein, zum Fliegenfischen an die Sülz fahren.
Was mich in diesem Zusammenhang jetzt aber beschäftigt ist die Tatsache, dass einen solch eine neu erlernte (oder zumindest in Grundzügen angeeignete) Angelart so komplett einnimmt. Liegt es tatsächlich an der „Faszination Fliegenfischen“, an der „Magie“, die dieser Art des Angelns nachgesagt wird? Oder ist es einfach nur das neue, das unbekannte, welches einem langjährigen Hobby neue Perspektiven hinzufügt?
Ich weiß es nicht aber auf jeden Fall geht es mir wie damals mit 6 oder 7 Jahren, als ich meine ersten Angelversuche mit Pfefferrohr-Rute und Teig auf Plötzen unternahm. Es ist spannend und ich hoffe dieses Gefühl wird nicht allzu schnell schwächer…

Yellowtail

Dezember 3, 2008

Ein Freund aus Südafrika hat mir ein Bild seines letzten Fangs geschickt. Darauf zu sehen ist ein Yellowtail, den er von der Südafrikanischen Küste aus gefangen hat.

Yellowtail aus Südafrika

Yellowtail aus Südafrika

Um einen solchen Fisch von Land aus an die Rute zu bekommen, muss man eine felsige Küste finden, die sehr steil abfällt und wo das Wasser sehr schnell tief wird. Die Angler gehen dort meist zu zweit ans Wasser, wobei einer von einem erhöhten Platz aus nach raubenden Yellowtails ausschau hält und der andere diese dann gezielt auf Kommando mit seinem Kunstköder anwirft.
Mein bekannter hatte an seiner 11ft Rute mit einer 40lb Schnur eine halbe Stunde zu kämpfen um seinen Fisch zu landen. Es war einer der größten, der dort seit Jahren gefangen wurde.

Britische Angler sind echt die Härte!!!

November 28, 2008

Gerade hab ich im Netz mal etwas wirklich cooles gefunden. Vor ca. zwei Jahren gab es in Großbritannien eine Umfrage zum Thema Angeln. Befragt wurden 1.000 Freizeitangler, von denen 75% sagten, dass sie lieber Angeln gehen, als mit ihrer Frau in die Kiste zu steigen. Obendrein investieren die Jungs ungefähr achtmal soviel Geld in Angelzeug wie in ihre Frauen. Über 50% dieser Angler sagten außerdem, dass sie lieber nen Rekordlachs oder ne besonders große Forelle fangen würden, als ne Nacht mit einem Supermodel zu verbringen.
Wenn ich das jetzt alles so lese und mal drüber nachdenke, dann stellt sich mir die Frage: Sind wir nicht alle ein bisschen Brite???

Angelmesse auf der „boote“ in Berlin

November 24, 2008

Am Samstag war ich mit Kathi und meinem besten Freund auf der Bootsmesse in Berlin. Wie immer gab es in diesem Rahmen auch eine Halle, in der so eine Art kleine Angelmesse veranstaltet wurde. Die war in diesem Jahr echt enttäuschend. Gerade einmal 6-8 Angelgerätehändler aus der Region waren mit ihren Angeboten vertreten. Davon hatten lediglich 2 auch etwas höherwertigeres Material dabei. Ich hatte vor mir auf der Messe ne schöne Jigrute für den Rhein zu kaufen (Shimano Speedmaster o.ä.) aber da hatte ich keine Chance. Auch sonst gab es zum Thema Angeln nicht viel zu sehen. Nur wenige Reiseanbieter oder sonstige Stände rund ums Angeln waren bereit in diesem Jahr in Berlin auszustellen.
Im Vergleich zu meinen letzten Besuchen der „boote“ in 2006 und 2005 ist die Vielfältigkeit und das Angebot an Themen rund ums Angeln auf dieser Messe doch deutlich geschrumpft. Schade eigentlich, aber für Angler lohnt sich ein Besuch der „boote“ in Berlin leider nicht mehr.

Digicam

September 17, 2008

Heute Abend werde ich die kleine Digicam, die ich neulich gekauft habe, zum ersten mal mit zum Angeln nehemen. Ich hoffe, dass ich dadurch in Zukunft noch viel schönere Bilder hier in meinem Blog veröffentlichen kann.

Edit: Natürlich hab ich nichts gefangen! Aber beim nächsten mal sind die Fische dafür umso größer!

Viva Colonia

August 13, 2008

So, mein Anglerleben hat sich rapide geändert. Aus dem Süden Berlin hat mich mein Leben, genauer gesagt die Liebe meines Lebens, nach Köln verschlagen. Hier lebe ich nun in einer wunderschönen Wohnung, ca. 300m vom Rhein entfernt. Das ist aus anglerischer Sicht sicher eine durchaus angenehme Entfernung zum Wasser.

Aus diesem Grund hat es dann auch nicht lange gedauert, bis ich meine ersten Würfe mit Gummis in die Fluten des Rheins vornehmen konnte. Schon der erste Wurf bracht mir gleich einen kapitalen Hänger. Wellcome to Cologne! Nach einer halben Stunde und etlichen weiteren Köderabrissen habe ich dann frustriert eingepackt. Der erste Versuch muss somit als maximaler Misserfolg gewertet werden.

Einige Tage später ging es dann mit Naturködern am Grundblei auf die gleiche Buhne. Ich wollte meine erste Barbe fangen. Bereits nach kurzer Zeit (und zwei Hängern) konnte ich diese dann auch zum Landgang überreden. Es handelte sich allerdings um ein Barben-Baby, das sofort und ohne Foto wieder schwimmen durfte. Insgesamt brachte auch der zweite Tag am Rhein nur diese eine Barbe, die allerdings mit reichlich Lehrgeld in Form von Blei und Haken bezahlt wurde.

Ganz anders sah dann schon mein erster Aal-Abend aus. Diesmal platzierte ich mich und die Ruten  nicht auf, sondern zwischen den Buhnen. Innerhalb von ca. 2,5 Stunden konnte ich dort drei Aale fangen, von denen der größte es auf stolze 75 cm und den Umfang einer 0,33l Flasche Kölsch (sone Art Bier, das die Einheimischen hier in Köln zu trinken pflegen ;-) ) brachte.

Reissdorf-Aal

Reissdorf-Aal

Gebissen haben sie alle drei auf eine einfache Grundmontage mit Tauwurm, der durch ein Stück Pop-Up-Foam zum Auftreiben gebracht wurde. Das Angeln zwischen den Buhnen reduzierte die Hänger- und erst recht die Abrissrate auf ein minimum.

Aale aus dem Rhein

Auch weitere Abende brachten immer wieder den einen oder anderen Aal, sodass ich an drei von vier Abenden erfolgreich war…ein guter Schnitt im Vergleich zur Dahme.

Was das Spinnen betrifft, so bin ich noch immer auf der Suche nach einem Kölner Angler, der mich mal „an die Hand nimmt“ und mir eine Starthilfe für das Rheinangeln gibt.

Angelblog

Juni 16, 2008

Die Blogwelt ist wieder um ein Blog reicher. Ein guter Bekannter hat sich dazu entschlossen, mit Beiträgen übers Angeln für mehr Unterhaltung im Web zu sorgen. Seine ersten Artikel sind bereits jetzt schon sehr spannend zu lesen und ich freue mich auf viel weitere gute Artikel.

http://haupstadt-maniac.blog.de/

Angeln in Südafrika

April 29, 2008

Da ich in der Vorbereitungsphase meines letzten Urlaubs im schönen Südafrika so wenig über das Angeln dort unten finden konnte, hab ich beschlossen selbst die eine oder andere Information hier zu posten. Die Angelei dort ist wahnsinnig vielseitig. Das Spektrum geht vom (Fliegen)Fischen auf Forellen in Bächen und kleinen Stauseen in den Bergen, übers Schwarzbarsch-, Karpfen- und Catfishangeln in Flüssen und Seen, bis hin zum Angeln auf Hottentots, Snoek, Bonitos, Haie u.s.w. im Atlantik oder Indischen Ozean. (mehr…)

Angelphilosophische Überlegungen

April 29, 2008

Eine Sache geht mit seit dem letzten Forellenangeln ständig durch den Kopf. Und zwar die Frage: Hat man mehr Spaß beim Drillen eines Fisches, wenn man nicht darauf aus ist ihn auch zu entnehmen? Ausschlag gebend dafür war folgende Situation: ich war an einem kleinen Bach, um mir eine Forelle für den Grill zu fangen. Schließlich hatte ich die Tageskarte für dieses Gewässer ja auch teuer bezahlt und obendrein liebe ich frische Grillforellen. Hinzu kam, dass am 16.4. mein persönlicher Start in die Forellensaison so völlig in die Hose ging, und auch an diesem zweiten Angeltag schon einige hundert Würfe ohne den geringsten Fischkontakt blieben. Umso mehr freute ich mich über den ersten Biss. Die Freude allerdings ging dann sofort in Angst über. Angst davor, dass der vielleicht einzige Fisch des Tages abgehen könnte und ich dann als Schneider dastünde. Von einem Drillvergnügen kann in einer solchen Situation also nicht die Rede sein… und das obwohl die Forelle mit spektakulären Fluchten und Sprüngen dafür hätte sorgen müssen. Erst nachdem ich drei Fische im Sack hatte und somit genug gefangen hatte, um für einen schönen Grillabend mit meiner Familie zu sorgen, war dieses Angstgefühl nicht mehr da. Der vierte Fisch bescherte mir daher viel mehr Spaß als die drei anderen zusammen. Auch als mir einer der späteren Fische im Drill ausstieg war das dann kein großes Ärgernis mehr, da er sich diesen Sieg wohl verdient hatte. Wenn ich so darüber nachdenke, könnte es sogar sein, dass mir das Angeln auf Barsche auch deshalb so viel Freude bringt, weil ich diese Gesellen nur in den seltensten Fällen mitnehme. Haben also „Catch and Releaser“ mehr Spaß am Angeln? Ich werde dieses Phänomen in nächster Zeit wohl intensiver an mir beobachten.