Archiv für April 2009

Vier Aale an einem Abend

April 23, 2009

Am Dienstag abend war ich noch für ein paar Stunden am Rhein und konnte vier Schlangen überlisten.
Drei davon bissen auf Tauwurm/Rotwurm Kombi- und einer auf Tebo-Raupe an der Grundmontage.
Der Rhein hat zur Zeit ca 14 °C und einen Pegelstand von ca. 3,8 m. Alle vier schwimmen wieder, da sie noch untermaßig waren.

Die Köder der einen Rute hatte ich an der Strömungskante platziert, die der anderen in dem Loch nahe des Bunenkopfes.
Evtl. probiere ich es beim nächsten Mal weiter in der Stömung, um an die größeren Aale zu kommen.

Heimatgefühle

April 16, 2009

Über die Osterfeiertage ging es für Kathi und mich zu Besuch zu meinen Eltern nach Brandenburg. Natürlich nutzte ich die Chance um mal wieder in alten Gefilden zu „räubern“. Dafür musste ich das erste Mal in meinem Leben eine Tageskarte für DAV-Gewässer kaufen…nach 17 Jahren Mitgliedschaft. Ist schon ein komisches Gefühl aber was solls, ne Jahreskarte für Brandenburg lohnt sich nicht, wenn man in NRW lebt.
So gerüstet ging es an einen Waldsee, an dem ich in vergangenen Jahren um diese Zeit immer gut Frühjahrshechte fangen konnte.

Waldsee

Waldsee

Leider blieben die in diesem Jahr aus. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns deshalb es an „meiner“ Schleuse zu probieren. Das war eine richtige Entscheidung. Schon nach wenigen Würfen mit kleinem Kopyto gab es einen satten Rums in der Rute und ich hatte nen dicken Fisch an der Angel. Dieser brachte meine kleine P&M Rute schon ziemlich an ihre Grenzen. Die ersten fünf Minuten blieb er einfach an seiner Stelle stehen und bewegte sich nur minimal. Dann ging es auf einmal los, als sei ihm erst jetzt bewusst geworden, was überhaupt los ist, schwamm der Bursch mit voller Fahrt stromab. Dabei konnte ich erstmalig sehen, was ich da an der Rute hatte.

DrillEs war ein ca. 80cm Rapfen, der auf Grund seines Lebens in der Strömung der Schleuse ziemlich fit war. Leider konnte ich den Burschen nicht an Land bringen, da er nach ca 10-15 Minuten Drill ausstieg. Der Spaßfakor war trotzdem extrem hoch und ich wünschte diesem Traumfisch noch ein langes Leben dort an der Schleuse.

Auch wenn sonst nichts mehr ging, da die Barsche zur Zeit mitten im Laichgeschäft waren, war das ein wunderschöner Tag in meiner kalten Heimat…

Erster Rheinaal 2009

April 16, 2009

Gestern Abend konnte ich meinen ersten Aal 2009 auf die Schuppen legen. Gebissen hat der Schlängler bei ca. 13°C Wassertemperatur und einem leicht sinkenden Pegel von ca. 3,55 Metern. Ich hatte zwei Ruten mit Grundmontagen ausgelegt.
Eine wurde bestückt mit Tebo-Raupen, die andere mit einer Kombi aus einem halben Tauwurm und einem kleinen, quirligen Rotwurm.

Nachdem ich an beiden Ruten immer wieder Zupfer und geklaute Köder verzeichnen konnte, bekam ich gegen 22:00 Uhr einen „richtigen“ Biss.
Der Anschlag saß und der erste Aal wurde verhaftet. Danach war erst wieder für eine Weile Ruhe (abgesehen von geklauten Tebo-Raupen), bis ein zweiter ordentlicher Biss an der Wurmrute für einen kurzen Adrenalinkick sorgte. Leider saß der Anhieb nicht, so dass ich den Abend mit nur einem Aal beendete. Egal, es geht langsam los und das ist es was zählt.

Saiblinge im Puff

April 5, 2009

Da das Wetter endlich schöner werden sollte, haben Kathi und ich uns entschlossen in den Puff zu gehen und Forellen zu flitschen.
Gesagt, getan ging es am Samstag früh um 6:00 Uhr los in Richtung Engelskirchen. Dort angekommen erlebten wir, was es bedeutet am Wochenende eine solche Anlage zu besuchen. Es standen schon mindestens zehn Autos vor verschlossener Tür und gut 20 Angler warteten auf Einlass. Das war uns eindeutig zu viel Besuch und so ging es ca. 200m weiter zur nächsten Anlage. Diese war relativ lehr und so setzten wir uns an eine nette Stelle des Teichs.
Den Grund für die wenigen Besucher erfuhren wir ca. 20 Minuten später, als der Besitzer zum kassieren kam. Er wollte 25,-€ p.P. wegen Sonderbesatz mit Saiblingen. Egal, wir wollten einfach nur angeln und bezahlten also.

Nach dem Aufbauen der Ruten konnten wir in einer kleinen Bucht neben uns einen Schwarm Forellen ausmachen. Kurz darauf flog der Köder an die Stelle und wenig später landete die erste Forelle im Kescher. Ihr folgten auf diese Weise noch 4 weitere, die allesamt recht mickrig (Aldi-Größe) ausfielen. Dummerweise bemerkte dann ein ca. 12 jähriger „unseren“ Schwarm und begann mit einem Stock und Angelschnur bewaffnet die Forellen zu „angeln“. Mein freundlicher Hinweis darauf, dass man aus Respekt zu anderen Anglern ein wenig Abstand zu deren Angelstelle und zum Wasser hält, kam leider zu spät denn er hatte den Schwarm erfolgreich durch stetiges Platschen und Panschen im Wasser verscheucht.

So biss die nächsten Stunden nichts mehr…bei niemandem! Bis es auf einmal in der Nähe des Auslaufs ordentlich zur Sache ging. Zwei Jungs hatten dort ihre Ruten ausgelegt und fingen einen Saibling nach dem nächsten. Dieses Spiel zog sich über die nächsten Stunden hin und man konnte beobachten, wie aller Angler am Teich immer nervöser wurden. Irgendwann kam ich dann mit den beiden ins Gepräch und sie luden Kathi und mich ein, auch eine Rute am Auslauf zu platzieren. Das war super freundlich von den beiden und so konnten Kathi und ich abwechselnd auch noch drei Sablinge überlisten. Alles in allem hatten wir einen schönen Angeltag, der gekrönt wurde durch nette Gesellschaft und interessante Gespräche mit den beiden anderen Anglern.

So muss das sein!