Archiv für Oktober 2008

Tom Hawk „Universal Bag“

Oktober 31, 2008

Die moderne Menschheit ist ja bekanntlich aus einer Gesellschaft von Jägern und Sammlern hervor gegangen und auch heute noch stecken diese Egenschaften, mehr oder weniger ausgeprägt, in vielen von uns.

Dass bei uns Anglern der Jagdtrieb verstärkt ausgebildet ist, liegt auf der Hand. Aber bei vielen von uns ist auch die Sammelleidenschaft sehr groß. Schaut man mal einem Spinangler etwas genauer auf die Ködersammlung, so kann man in vielen Fällen eine wahnsinns Auswahl an Kunstködern entdecken. So geht es auch mir. Wann immer ich im Internet oder Angelgeschäft etwas „neues“ entdecke, dann überkommt mich das Gefühl, dass ich genau diesen Köder unbedingt brauche, da er garantiert der absolute Fanggarant ist.
So kommen dann nach und nach immer mehr dieser guten Stücke zusammen und die Sammlung wächst.
Um nun dieser großen Sammlung aus „Wunderködern“, „Zanderbringern“, „Barschmagneten“ und „Hechtverführern“ eine geeignete Bleibe zu bieten, benötigt der Angler eine entsprechende Köder(box)tasche.

Nach langer Recherche im I-Net habe ich nun eine geeignete Tasche für meine durchaus umfangreiche Sammlung gefunden. Wichtig bei der Suche war mir, dass:
- möglichst viel Platz für Köderboxen vorhanden ist
- die Boxen leicht herauszunehmen sind
- die Tasche wie ein Rucksack getragen werden kann, da es sonst bei längeren Strecken und Schultergurt auf Grund einseitiger Belastung extrem unangehm wird
- es möglichst viele Seitentaschen für „Kleinkram“ gibt.

Entschieden habe ich mich letztlich für eine Tasche von Exori, genannt Tom Hawk „Universal Bag“. Diese bietet Platz für max. 9 Köderboxen à 27,5×185 cm. Das ist echt der Wahnsinn, da man so auch für längere Touren unter wechselnden Bedingungen genug Material mitnehmen kann. Außerdem bietet die Tasche ein Kühlfach, das den Tagesfang oder die Getränke frisch hält.

Universal Bag

Quelle: http://www.exori.de

http://www.exori.de

Quelle: http://www.exori.de

Gestern wurde das gute Stück geliefert und natürlich gleich eingeräumt.
Es trägt sich auch komplett gefüllt angenehm wie ein Wanderrucksack und erlaubt es somit auch beim Angeln längere Strecken zu Fuß problemlos zurückzulegen.

Drop Shot „Bleie“

Oktober 27, 2008

Die Angelei mit dem DS-system ist ja seit geraumer Zeit in aller Munde. Es wird viel darüber diskutiert wie man den Gummi am fängigsten montiert, wie lang der Abstand zwischen Blei und Haken sein sollte, welche Hakenformen wie ans Band gebracht werden und ob Stahl nicht abschreckend auf Fische wirkt.

Das sind natürlich alles sehr wichtige Punkte. Leider habe ich aber das Gefühl, dass jeder seinen „Senf“ zu diesem Thema dazu geben will, und dass dadurch sogar kleinste Details diskutiert werden, die in 99% der Fälle nicht wirklich fangentscheidend sind.
Auch der Inhalt dieses Artikels wird sich in erster Linie nicht direkt fangsteigernd auswirken.
Ich möchte hier vielmehr über eine Schwachstelle des Systems schreiben, die viele Anglern teuer zu stehen kommt. Sobald sie nämlich über hängerträchtigem Grund angeln, verlieren sie beim DS eine Unzahl an Bleien. Wagt man sich an die wirklich fängigen Stellen wie Steinpackungen und Häfen, steigt die Gefahr eines Verkantens des Bleies am Grund beträchtlich.
Da diese Tatsache schnell ins Geld gehen kann, wagen sich viele Angler nicht diese Stellen gezielt und intensiv zu befischen. Zu unrecht wie ich meine, da in diesem Fall das Problem, die Steine, auch gleichzeitig dessen Lösung sein können.

Ein Kiesel vom Flussufer ist schnell am Ende des DS-Rigs befestigt. Dazu muss einfach nur ein kurzes Stück Geflochtene angebunden werden an welches der Kiesel mit Sekundenkleber angeklebt wird. Eine geflochtene Schnur ist deshalb zu empfehlen, weil diese besser am Stein kleben bleibt als eine Mono. Das kostet nichts und der Stein kann bei einem Abriss sofort durch einen neuen ersetzt werden. Auch reißt der Stein in den meisten Fällen direkt an der Klebestelle ab und rettet somit die Montage. Das erlaubt es einem deutlich risikobereiter zu Fischen und man ist demnach weitaus häufiger in fängigen Regionen unterwegs.
Bastler können sich auch eine Auswahl an unterschiedlich großen Kieseln im Voraus sammeln, diese zuhause mit Kleber und einer Schnurschlaufe zu einem auswechselbaren DS-Gewicht herrichten. Das kann dann beim Angeln in einen kleinen Wirbel am untere Ende des DS-Rigs eingehängt werden.
So sind sie stets flexibel um sich den unterschiedlichen Gegebenheiten am Gewässer anzupassen.

Einen kleinen, wenn auch nur marginalen Vorteil im Bezug auf die Fängigkeit des DS-Rigs gibt es dann aber doch noch on top. So wirken die Kiesel auf Fische weniger abschreckend und fremd als die normalen DS-Bleie. Ein Vorteil, der hauptsächlich im meist klaren Winter-Wasser das eine Prozent mehr an Fängigkeit ausmachen kann, das benötigt wird, um doch noch erfolgreich zu sein.

Rheinbarben

Oktober 13, 2008

Gestern war ein wunderschöner Herbsttag. Ausserdem war Sonntag und ich hatte doch tatsächlich mal Zeit mich gemütlich an den Rhein zu setzen. Zusammen mit Kathi sollte es auf Barben gehen, da ich endlich meine erste über 25cm fangen wollte. Am Rhein angekommen packten wir in der Nähe der Mülheimer Brücke unsere Ruten aus und mischten das Futter zurecht. Dank der extrem guten Beratung vom „Fishermans Partner“ in Köln -nein, ich bekomme hierfür kein Geld ;) – hatten wir auch alles Nötige an Materialien und Futter dabei. Auch wussten wir genau, was wir zu tun hatten. Futter anmischen, nicht zu feucht, Maden dazu und erstmal zehn Würfe p.P. mit vollen Körben an die ausgesuchten Angelstellen. Danach wurden die Haken mit Madenbündeln bestückt, mit Castern garniert und ausgeworfen.
Es dauerte nicht lange und wir hatten den ersten Biss. Kurze Zeit später konnten wir die erste Barbe landen. Ich hab sie nicht gemessen oder gewogen, da sie möglichst schnell wieder schwimmen sollte.

Barbe

Barbe

Nach diesem Fang ging erst mal eine Weile nichts mehr, was aufgrund des wunderschönen Wetters nicht weiter schlimm war. Als unser Futter langsam zur Neige ging und sich die letzten paar Würfe andeuteten, bekamen wir noch einen Biss. Zuerst vermutete ich eine kleinere Barbe an meinem Haken, da ich nur leichte Gegenwehr spürte. An Land entpuppte sich die vermeintliche Barbe dann aber als Bachforelle. Wir hatten einen echt schönen Tag am Wasser und bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir eingepackt haben, hatte noch keiner der Angler neben uns einen Biss…vielleicht lag es an dem super guten Futter, das uns der FP in Mülheim empfohlen hat ;)