Archiv für August 2008

Rolle zur Skelli

August 29, 2008

Ich habe mich entschieden. Zur Auswahl als neue Rolle für meine Geburtstags-Skelli standen drei Modelle: die RedArc, die Stradic oder die Zauber. Nach vielem hin und her überlegen und dem Abwägen verschiedenster Vor-und Nachteile, sowie dem Testen diverser Alternativen im Angelladen, hab ich mich dann für die Shimano Stradic FB 2500 entschieden.

Das ist dann schon die zweite, die ich mein Eigen nennen darf und ich muss sagen, ich bereue es nicht. Das einzige Problem bei dieser Rolle ist, dass man davon total versaut wird. Man ist nach einigen Würfen, und erst recht nach einigen gefangenen Fischen, so verdammt verwöhnt, dass man bei jeder anderen Rolle irgendwelche minimalen, kaum spürbaren unregelmäßigkeiten im Lauf oder der Schnurverlegung als absolute Katastrophe empfindet.

Naja egal, das sagt wahrscheinlich jeder Fan über sein präferiertes Tackle. Unabhäng von dem bevorzugten Modell empfehle ich jedem, der sich eine Rolle zum Spinnfischen kaufen will, lieber ein paar Tage länger zu sparen und sich eine etwas teurere Rolle zuzulegen. Das zahlt sich definitiv in Form gefangener Fische aus.

Berkley Series One Skeletor 2 Dropshot

August 25, 2008

So heißt meine neue Rute. Ich habe sie vor ein paar Tagen von meiner Freundin zum Geburtstag bekommen. Die Rute soll die Lücke schließen, die zwischen meiner kleinen Barsch/Forellen-Rute von P&M (WG 2-7gr) und der altehrwürdigen Shimano Solstace mit 15-30g, vorhanden ist. Ich werde sie vornehmlich zum Dropshotten und leichten Twitchen einsetzen. Natürlich benötige ich noch eine Rolle, die ich mir heute ja
dann leider noch dazu kaufen muss ;-)

Erster Rheinzander

August 20, 2008

Ich konnte gestern meinen ersten Zander aus dem Rhein an Land bringen. Bei meinem dritten Ausflug mit der Spinnrute am Rhein hats endlich geklappt. Der Angeltag begann zunächst ähnlich verlustreich wie seine Vorgänger. Ich „versenkte“ diverse Gummis im Rhein auf der Suche nach einer Möglichkeit und einer Technik nach am Grund zu fischen und trotzdem halbwegs hängerfrei davon zu kommen.  Als dann auch noch einer meiner Illex-Wobbler durch einen dummen Fehler unwiederbringlich zwischen die Steinpackung der Buhne fiel, wollte ich erst abbrechen und einfach nur nach Hause fahren.

Ich kam mir vor wie ein blutiger Anfänger, der seine ersten Versuche mit Kunstködern vollführt. Letztenendes entschied ich mich dann aber doch noch ein bisschen zu bleiben. So montierte ich einen kleinen Hammer-GuFi in braun an einem 10gr Bleikopf. Dieser flog dann parallel zur Buhne ins Wasser. Absinken lassen, anlupfen, absinken und bums, ein Biss! Yes! Ich war wieder im Spiel!!! Nach kurzem aber heftigem Drill konnte ich ihn dann an Land bringen. Ich war noch nie so stolz auf einen selbst gefangenen Zander. Auch wenn er nur 65cm maß, diesen Zander kann ich ohne schlechtes Gewissen als den teuersten meiner bisherigen Anglerkarriere bezeichnen.

Viva Colonia

August 13, 2008

So, mein Anglerleben hat sich rapide geändert. Aus dem Süden Berlin hat mich mein Leben, genauer gesagt die Liebe meines Lebens, nach Köln verschlagen. Hier lebe ich nun in einer wunderschönen Wohnung, ca. 300m vom Rhein entfernt. Das ist aus anglerischer Sicht sicher eine durchaus angenehme Entfernung zum Wasser.

Aus diesem Grund hat es dann auch nicht lange gedauert, bis ich meine ersten Würfe mit Gummis in die Fluten des Rheins vornehmen konnte. Schon der erste Wurf bracht mir gleich einen kapitalen Hänger. Wellcome to Cologne! Nach einer halben Stunde und etlichen weiteren Köderabrissen habe ich dann frustriert eingepackt. Der erste Versuch muss somit als maximaler Misserfolg gewertet werden.

Einige Tage später ging es dann mit Naturködern am Grundblei auf die gleiche Buhne. Ich wollte meine erste Barbe fangen. Bereits nach kurzer Zeit (und zwei Hängern) konnte ich diese dann auch zum Landgang überreden. Es handelte sich allerdings um ein Barben-Baby, das sofort und ohne Foto wieder schwimmen durfte. Insgesamt brachte auch der zweite Tag am Rhein nur diese eine Barbe, die allerdings mit reichlich Lehrgeld in Form von Blei und Haken bezahlt wurde.

Ganz anders sah dann schon mein erster Aal-Abend aus. Diesmal platzierte ich mich und die Ruten  nicht auf, sondern zwischen den Buhnen. Innerhalb von ca. 2,5 Stunden konnte ich dort drei Aale fangen, von denen der größte es auf stolze 75 cm und den Umfang einer 0,33l Flasche Kölsch (sone Art Bier, das die Einheimischen hier in Köln zu trinken pflegen ;-) ) brachte.

Reissdorf-Aal

Reissdorf-Aal

Gebissen haben sie alle drei auf eine einfache Grundmontage mit Tauwurm, der durch ein Stück Pop-Up-Foam zum Auftreiben gebracht wurde. Das Angeln zwischen den Buhnen reduzierte die Hänger- und erst recht die Abrissrate auf ein minimum.

Aale aus dem Rhein

Auch weitere Abende brachten immer wieder den einen oder anderen Aal, sodass ich an drei von vier Abenden erfolgreich war…ein guter Schnitt im Vergleich zur Dahme.

Was das Spinnen betrifft, so bin ich noch immer auf der Suche nach einem Kölner Angler, der mich mal „an die Hand nimmt“ und mir eine Starthilfe für das Rheinangeln gibt.