Archiv für Mai 2008

Viele Barsche, Hecht und Zander

Mai 29, 2008

Gestern war ich nach einer Woche Ruhepause mal wieder an der Schleuse. Auf Drop-Shot konnte ich zuerst einen kleineren Barsch überlisten.

 DropShot Barsch

Danach folgte ein zweiter, etwas größerer auf Kopyto in weiß/schwarz. Nach etlichen Würfen gab es schließlich einen ordentlichen Rums in der Rute und ich konnte einen wirklichen Dickbarsch landen. Barsch

Dem folgte dann noch ein mittelgroßer Hecht, der zum Glück so spitz gebissen hatte, dass es die 25er Fluoro nicht zwischen die Zähne bekommen konnte. Ein Wechsel auf den Salty Bite am Texas-Rig sollte noch den einen oder anderen Großbarsch aus dem Versteck kitzeln, konnte aber nur nen ca. 50cm Zander verführen, der gleich wieder schwimmen durfte. Gegen 11.00Uhr wurde ich dann vom Schleusenwärter vertrieben…

Salty Bites Shad + Zander = ich glücklich

Mai 21, 2008

Gestern hab ich mich um 4:30 Uhr aus dem Bett gequält, da ich gleich früh an der Schleuse sein wollte. Kurz nach 5:00 Uhr war ich dann auch dort und als erstes viel mir auf, wie kalt es doch morgens noch sein kann. Das Thermometer zeigte kuschelige vier Grad an, gefühlt waren es aber minus 20! Egal, ich war ja nicht zum Spaß da, sondern zum Angeln. Die kleine Pezon&Michel wurde mit nem 5cm Kopyto beködert und die gute alte Shimano Solstace mit ner Drop-Shot Montage. Voller Eifer und der vielen großen Barsche gewiss, flog also bald der erste Gummi ins Wasser, ihm folgte der nächste Wurf, ein weiterer, noch einer und danach noch etliche mehr. Irgendwie wollte nichts passieren. Ich wechselte die Farben und die Größen aber nichts konnte die Barsche überzeugen. Gegen 8:00 Uhr stöberte ich, mittlerweile recht verzweifelt, in meinen Köderboxen herum und zog einen Gummi hervor, den ich mir vor einem Jahr mal bestellt, aber noch nie gefischt hatte. Es war ein Salty Bite Shad in Chartreuse glitter (oder wie auch immer diese Farbe heißt). Diesen hab ich auf einem Offsethaken am Texasrig montiert.

Salty Bite

Das Bild ist zwar etwas unscharf aber das Prinzip ist zu erkennen.

Schon nach wenigen Würfen hing ich trotz der versteckten Hakenspitze am Grund fest, super Trick! Allerdings konnte ich mich nicht lange ärgern, da sich der Hänger auf einmal bewegte. Ich hatte einen Biss, das war gut. Zuerst dachte ich, dass ich einen halbstarken Hecht ans Band bekommen hätte, bekam den Fisch aber gleich darauf kurz zu sehen und erkannte einen wirklich guten Zander. Mein Herz schlug schon deutlich schneller nach diesem Anblick und ich hatte Angst diesen schönen Fisch zu verlieren. Der wiederum hatte scheinbar Angst, dass das Gegenteil eintritt und somit kämpfte er wirklich sehr wild. Nach ca. zehn Minuten lies er sich dann aber vorsichtig von mir aus dem Wasser heben. In kürzester Zeit entfernte ich den Haken, machte ein Foto und der Bursche durfte wieder schwimmen. Natürlich nicht, ohne ihn an meine Rute zu halten, um dann später nachmessen zu können, wie groß er ungefähr war. Das Bandmaß zeigte knapp 80 cm.

Zander

Leider ist mein Arm zu kurz und somit konnte ich den Zander nicht in voller Größe fotografieren. Egal, ich hatte ja meinen Spaß und als Erinnerung ist dieses Bild auch gut.

Gegen mittag traf ich mich dann noch mit einem befreundeten Angler, um es an einem kleinen Tonsee auf eingesetzte Forellen zu probieren. Die jedoch wollten nicht mit uns spielen und wir wechselten an einen weiteren Tonsee, den ich bisher nur vom sehen kannte. Dort wollten wir es auf Barsche probieren, von denen es in diesem See recht große Exemplare geben soll. Leider konnten wir nicht einen von ihnen überreden anzubeißen. War aber nicht so schlimm, wir hatten einen sehr schönen Tag, haben viel gelacht und „gefachsimpelt“ und ich freue mich schon auf den nächsten Angeltag mit Wieland aka Willi.

Herr der Gummis

Mai 19, 2008

Neulich las ich in einer älteren Ausgabe der Angel Woche einen Artikel über das selber gießen von Gummiködern. Hierin wurde beschrieben, wie man einen Abdruck von einem Gummiköder macht, um diesen dann als Gussform für eingeschmolzene, alte Gummis zu verwenden. Da ich zu 90% mit eher weichen Gummiködern, wie z.B. Kopytos fische, erlebe ich es oft, dass gerade die kleineren Hechte oder Zander diese Gummis im Handumdrehen zerlegen. Also dachte ich, wenn ich mir eine solche Form herstelle, kann ich all die zerbissenen, schwanzlosen, eingerissenen oder sonstwie zerstörten Gummis wieder einschmelzen und neu gießen. Gesagt, getan und nach einigem herumprobieren habe ich heut meine erste, selbstgegossenen GuFi-Kopie hergestellt. Natürlich wird der morgen gleich ausprobiert, ist ja wohl klar! Darüber hinaus hat mir diese Bastelei heut solchen Spaß gemacht, dass ich mich in nächster Zeit daran machen werde, meinen eigenen, speziell auf mein Lieblingsgewässer abgestimmten Gummi zu erschaffen. Ich bin mal gespannt, ob mir das gelingt…

Neuen Spot getestet

Mai 17, 2008

Nach meinen gestrigen Erfolgen wollte ich heut mal einige neue Dinge testen. So fischte ich gleich zu Anfang an meiner Stammschleuse mit einem feuerroten Kopyto. Schon der dritte oder vierte Wurf war von Erfolg gekrönt und ich fing einen schönen Barsch. Als ich diesen in der Hand hielt, kam er mir sehr bekannt vor. Ich fotografierte ihn und verglich dann das Foto mit denen von gestern und was soll ich sagen, den Burschen hatte ich einen Tag zuvor schon mal gefagen (vgl. letztes Bild von „Schleusenüberraschung“ mit folgendem). Ich glaub der mag mich!

Barsch

Danach ging es an ein Wehr etwas oberhalb, das ich zuvor noch nie so richtig befischt hatte. Das Wasser dort ist etwas tiefer und die Strömung weniger stark. Somit war es erforderlich, den GuFi mehr zu jiggen, als ich es sonst an „meiner“ Schleuse tue. Aber auch dort hatte ich recht schnell erfolg. Ein kleiner Esox fand meinen Kopyto zum Anbeißen. Nach einem Hänger mit Abriss, entschied ich mich es auch einmal mit einem Spinner zu versuchen. Ich montierte einen roten 2er Mepps Agila und nach ein paar Würfen bekam ich einen wirklich guten Fisch an den Haken. Zuerst wusste ich nicht, was das für einer sein soll, ich vermutete einen großen Zander. Der Drill war wirklich extrem aufregend und echt geil. Der Fisch stellte sich quer in die Strömung, schwamm in die Tiefe, nach links und rechts, ich wusste das ist ein wirklich großer…bis ich ihn sah. Ich hatte einen Klodeckel an der Rückenflosse gehakt. Nach einem kurzen Moment der Enttäuschung konnte ich mich aber doch daran erfreuen, da dieser Blei mir ja immerhin den schönsten Drill des Tages bescherte. Vorsichtig wurde er vom Spinner befreit und nach einem kurzen Erinnerungsfoto durfte er wieder schwimmen.

Blei

Den Abschluss des heutigen Tages bildete dann noch ein kleiner Vielfraß, der sich da bei meinem Spinner wohl etwas überschätzt haben muss. Fazit: Viel neues probiert und doch gute Fische gefangen.

Barsch

Schleusenüberraschung

Mai 17, 2008

Gestern war ich wieder an meiner lieblings-Schleuse den Stachelrittern nachstellen. Gleich der dritte Wurf brachte auch einen dicken gestreiften auf einen gelben Kopyto, der mir einen schönen Drill lieferte. Er war wieder irgendwo zwischen 35 und 40 cm. Fische, die ich zurücksetze wiege ich so gut wie nie, um sie nicht unnötig lange aus dem Wasser zu nehmen.

Barsch

Kurz darauf bekam ich einen weiteren Biss. Dieser war allerdings völlig anders und ich wusste nicht so recht, was ich da am anderen Ende der Schnur hatte. Ich vermutete eine Forelle, da der Fisch sich sehr stark schüttelte und sehr aktiv kämpfte. Zu meiner Überraschung landete ich dann aber einen Halbstarken Döbel. Mit dem hätte ich dort zwar nie gerechnet, gefreut hat es mich aber sehr ihn fangen zu dürfen.

Döbel

Nach einigen weiteren Barschen, sowie einem kleinen Hecht, ging mir dann doch noch ein wirklich dicker gestreifter ans Band. Über diesen freute ich mich umso mehr, da mir kurz zuvor ein Wels wieder „vom Haken gesprungen“ war, und ich nicht mehr mit einem schönen Fisch rechnete.

Barsch

Der anschließende Ansitz auf Aal war leider eher frustrierend, so dass ich gegen 0:15 den Heimweg antrat und nicht darüber reden möchte.

Stickeralbum

Mai 15, 2008

Was is denn das bitte für ne Überschrift für ein Angelblog??? Ganz einfach, ich war gestern wieder an der Dahme fischen und habe dort einen anderen Angler getroffen. Gut – das allein ist nun nicht so spektakulär. Die Tatsache jedoch, dass er so sehr auf meiner Wellenlänge schwimmt, ist da schon eher ne Besonderheit. Irgendwie treffe ich sonst meist nur auf anglerische Totalausfälle, die mit Knüppeln und 45er geflochtenen plus kleinsten Spinnern mit Stahldrahtvorfächern auf Barsche angeln und mich dann blöd angucken, wenn ich die Fische fange und sie nur Schneider bleiben.

Ok, das erklärt aber noch immer nicht die Überschrift. Also, dieser Angler und ich kamen nun so ins Gespräch, als ich einen Zander ans Band bekam und er ihn freundlicherweise für mich fotografiert hat.

 Zander

Wir unterhielten uns eine ganze Zeit lang über dies und das und dabei stellte sich heraus, dass er genauso ein Freak (sorry Willi ;) ) bzgl. seiner Kunstköder ist wie ich. So kam es dann, dass wir uns gegenseitig unsere „Geheimwaffen“ zeigten und, ähnlich wie es bei den Stickeralben auf dem Schulhof der Fall ist, auch der eine oder andere Gummiköder den Besitzer wechselte.

Wir fischten auch noch eine Weile zusammen und konnten ein paar schöne Barsche überlisten. Nachdem Willi dann den Heimweg angetreten hatte klappte es bei mir noch mit drei wirklich guten gestreiften und als Abschluss konnte ich noch einen weiteren Zander von meinem gelben 5,5cm Kopyto überzeugen.

Alles in allem war das wieder ein sehr schöner Angeltag, der nicht nur gute Fische sondern vielleicht auch eine neue Freundschaft hervorbrachte. 

Kopyto

Mai 14, 2008

Meine Freundin ist gebürtige Polin und als sie neulich einen meiner kleinen Lieblinge aus Gummi in der Hand hielt, erzählte sie mir doch, dass Kopyto das polnische Wort für Hufeisen ist. Diese Beschreibung bezieht sich auf die Form des Schwanztellers, der beim Kopyto hufeisenförmig ausfällt.

Mit meiner Freundin

Mai 12, 2008

Meine Freundin, Kathi, kommt aus Köln. In unserem gemeinsamen Urlaub in Südafrika hat sie mich sehr oft beim Angeln begleitet und das hat ihr Spaß gemacht. Nun hat sie sich entschlossen, selbst ihren Fischereischein zu machen, was mich als alten Angler natürlich wahnsinnig freut. (mehr…)

Aalangeln

Mai 9, 2008

Gestern ging es zum ersten Ansitz auf Aal in diesem Jahr. Da ich bereits gegen 17:00 Uhr an der Dahme war, beschloss ich zuerst noch eine Weile mit der Spinnrute zu fischen. Als erstes ging mir ein gerade maßiger Hecht ans Band. Er biss auf einen 5,5 cm Kopyto in weiß/schwarz/rot. Kurze darauf konnte ich noch einen dicken Barsch überlisten, der nach kurzem Fototermin wieder schwimmen durfte. Leider konnte ich ihn deshalb auch nicht vermessen, schätze ihn aber auf 38-40cm.

Barsch

Ich habe den GuFi, auf den der Barsch gebissen hat, in gleichmäßigem Tempo mit der Strömung ziemlich flach eingeholt. Auf diese Art konnte ich auch im vorigen Jahr schon einige Großbarsche überlisten. Danach wurden dann die Aalruten ausgepackt und die Dose Katzenfutter als Lockstoff in den Fluten versenkt. Natürlich an einer Schnur, um sie nach dem Angeln wieder zu bergen. Eine Rute wurde mit Pose- und eine mit einer Grundmontage incl. Tauwürmern bestückt und ausgelegt. Es tat sich eine ganze Zeit gar nichts. Dann, irgendwann gegen 24:00 Uhr, kam doch noch ein Biss. Gelandet wurde allerdings keiner der erhofften Aale, sondern ein halbstarker Wels, der sich den Wurm schmecken lassen wollte. Gegen 01:30 Uhr hatte ich dann keine Lust mehr und hab eingepackt. Beim nächsten Mal sind mir die Aale sicher gnädiger gesinnt. Wäre ja nicht der erste Start, der in diesem Jahr erst auf den zweiten Versuch klappt.

Frau im Trend

Mai 3, 2008

Neulich hat mir meine Oma erzählt, dass sie in ihrer aktuellen Zeitschrift gelesen hat, wie Angler einen 220Kilo-Hecht gefangen haben. Ein bisschen irritiert lies ich mir diese Zeitschrift doch gleich mal zeigen. Es handelte sich um die „Frau im Trend“. Nunja, der Titel lies mich schon das erste mal erschaudern. Der zweite Schauer lief mir dann über den Rücken, als ich die Artikelüberschrift las. Da stand doch tatsächlich das Wort „Hecht“. Auf dem dazugehörigen Bild war allerdings ein riesiger Stör aus dem Fraser River in British Columbia / Kanada zu sehen. Auch aus dem Artikel selbst ging hervor, dass es sich bei dem Fisch definitiv nicht um einen Hecht handeln konnte. Da hatte doch wohl ein Journalist entweder keine Lust auf gründliche Recherche oder war zu inkompetent einen Artikel aus dem Englischen richtig zu übersetzen. Dabei hätte der Schreiber doch nur abzuschreiben brauchen. In der (Angel)Presse stand schon vor Monaten etwas über diesen Ausnahmefisch geschrieben. (siehe z.B. http://www.shortnews.de/start.cfm?id=695260 vom 20.01.) Und was lernen wir daraus? Klatschblätter wie dieses sollten doch besser bei der Berichterstattung über Themenbereiche bleiben, in denen sie sich auskennen… z.B. Puderdosen und  Königshäuser.