Gestern hab ich mich um 4:30 Uhr aus dem Bett gequält, da ich gleich früh an der Schleuse sein wollte. Kurz nach 5:00 Uhr war ich dann auch dort und als erstes viel mir auf, wie kalt es doch morgens noch sein kann. Das Thermometer zeigte kuschelige vier Grad an, gefühlt waren es aber minus 20! Egal, ich war ja nicht zum Spaß da, sondern zum Angeln. Die kleine Pezon&Michel wurde mit nem 5cm Kopyto beködert und die gute alte Shimano Solstace mit ner Drop-Shot Montage. Voller Eifer und der vielen großen Barsche gewiss, flog also bald der erste Gummi ins Wasser, ihm folgte der nächste Wurf, ein weiterer, noch einer und danach noch etliche mehr. Irgendwie wollte nichts passieren. Ich wechselte die Farben und die Größen aber nichts konnte die Barsche überzeugen. Gegen 8:00 Uhr stöberte ich, mittlerweile recht verzweifelt, in meinen Köderboxen herum und zog einen Gummi hervor, den ich mir vor einem Jahr mal bestellt, aber noch nie gefischt hatte. Es war ein Salty Bite Shad in Chartreuse glitter (oder wie auch immer diese Farbe heißt). Diesen hab ich auf einem Offsethaken am Texasrig montiert.

Das Bild ist zwar etwas unscharf aber das Prinzip ist zu erkennen.
Schon nach wenigen Würfen hing ich trotz der versteckten Hakenspitze am Grund fest, super Trick! Allerdings konnte ich mich nicht lange ärgern, da sich der Hänger auf einmal bewegte. Ich hatte einen Biss, das war gut. Zuerst dachte ich, dass ich einen halbstarken Hecht ans Band bekommen hätte, bekam den Fisch aber gleich darauf kurz zu sehen und erkannte einen wirklich guten Zander. Mein Herz schlug schon deutlich schneller nach diesem Anblick und ich hatte Angst diesen schönen Fisch zu verlieren. Der wiederum hatte scheinbar Angst, dass das Gegenteil eintritt und somit kämpfte er wirklich sehr wild. Nach ca. zehn Minuten lies er sich dann aber vorsichtig von mir aus dem Wasser heben. In kürzester Zeit entfernte ich den Haken, machte ein Foto und der Bursche durfte wieder schwimmen. Natürlich nicht, ohne ihn an meine Rute zu halten, um dann später nachmessen zu können, wie groß er ungefähr war. Das Bandmaß zeigte knapp 80 cm.

Leider ist mein Arm zu kurz und somit konnte ich den Zander nicht in voller Größe fotografieren. Egal, ich hatte ja meinen Spaß und als Erinnerung ist dieses Bild auch gut.
Gegen mittag traf ich mich dann noch mit einem befreundeten Angler, um es an einem kleinen Tonsee auf eingesetzte Forellen zu probieren. Die jedoch wollten nicht mit uns spielen und wir wechselten an einen weiteren Tonsee, den ich bisher nur vom sehen kannte. Dort wollten wir es auf Barsche probieren, von denen es in diesem See recht große Exemplare geben soll. Leider konnten wir nicht einen von ihnen überreden anzubeißen. War aber nicht so schlimm, wir hatten einen sehr schönen Tag, haben viel gelacht und „gefachsimpelt“ und ich freue mich schon auf den nächsten Angeltag mit Wieland aka Willi.