Da ich in der Vorbereitungsphase meines letzten Urlaubs im schönen Südafrika so wenig über das Angeln dort unten finden konnte, hab ich beschlossen selbst die eine oder andere Information hier zu posten. Die Angelei dort ist wahnsinnig vielseitig. Das Spektrum geht vom (Fliegen)Fischen auf Forellen in Bächen und kleinen Stauseen in den Bergen, übers Schwarzbarsch-, Karpfen- und Catfishangeln in Flüssen und Seen, bis hin zum Angeln auf Hottentots, Snoek, Bonitos, Haie u.s.w. im Atlantik oder Indischen Ozean. (mehr…)
Archiv für April 2008
Angeln in Südafrika
April 29, 2008Angelphilosophische Überlegungen
April 29, 2008Eine Sache geht mit seit dem letzten Forellenangeln ständig durch den Kopf. Und zwar die Frage: Hat man mehr Spaß beim Drillen eines Fisches, wenn man nicht darauf aus ist ihn auch zu entnehmen? Ausschlag gebend dafür war folgende Situation: ich war an einem kleinen Bach, um mir eine Forelle für den Grill zu fangen. Schließlich hatte ich die Tageskarte für dieses Gewässer ja auch teuer bezahlt und obendrein liebe ich frische Grillforellen. Hinzu kam, dass am 16.4. mein persönlicher Start in die Forellensaison so völlig in die Hose ging, und auch an diesem zweiten Angeltag schon einige hundert Würfe ohne den geringsten Fischkontakt blieben. Umso mehr freute ich mich über den ersten Biss. Die Freude allerdings ging dann sofort in Angst über. Angst davor, dass der vielleicht einzige Fisch des Tages abgehen könnte und ich dann als Schneider dastünde. Von einem Drillvergnügen kann in einer solchen Situation also nicht die Rede sein… und das obwohl die Forelle mit spektakulären Fluchten und Sprüngen dafür hätte sorgen müssen. Erst nachdem ich drei Fische im Sack hatte und somit genug gefangen hatte, um für einen schönen Grillabend mit meiner Familie zu sorgen, war dieses Angstgefühl nicht mehr da. Der vierte Fisch bescherte mir daher viel mehr Spaß als die drei anderen zusammen. Auch als mir einer der späteren Fische im Drill ausstieg war das dann kein großes Ärgernis mehr, da er sich diesen Sieg wohl verdient hatte. Wenn ich so darüber nachdenke, könnte es sogar sein, dass mir das Angeln auf Barsche auch deshalb so viel Freude bringt, weil ich diese Gesellen nur in den seltensten Fällen mitnehme. Haben also „Catch and Releaser“ mehr Spaß am Angeln? Ich werde dieses Phänomen in nächster Zeit wohl intensiver an mir beobachten.
Bellyboat
April 27, 2008Ich hab mir in den Kopf gesetzt mir ein Bellyboat zu kaufen. Also, Computer an, Ebay aufgerufen und tatsächlich, es gibt eins incl. Flossen zum Schnäppchenpreis! Die Auktion endet erst in etwas über einer Stunde und mein Adrenalinhaushalt ist jetzt schon ganz schön hoch… Was macht in solch einer Situation nur jemand mit Herzproblemen?!?
Edit: Hab die Auktion nicht gewonnen. In letzter Sekunde war doch jemand anderes schneller…
Zweite Chance auf Forellen
April 26, 2008Heut hat es geklappt, die Rotgetupften waren mir gnädig! Um 5:00 Uhr ging es an den kleinen Wald- und Wiesenbach und gegen 5:30 flog der kleine Spinner das erste mal ins Milchkaffe-braune Wasser. Geangelt wurde zunächst an den Stellen, die mir in früheren Jahren immer wieder Forellen brachten. Offensichtlich ist dieses Jahr aber alles anders, ich bekam keinen einzigen Biss. Was immer ich auch an Kunstködern anzubieten hatte, es wurde verschmäht. Gegen 8:00 hieß es dann Platzwechsel. Ich fuhr an eine Stelle, an der eine kleine Brücke mit Bahnschienen über das Gewässer führt. Auch hier hatte ich in den Jahren zuvor immer Fischkontakt…aber eben nur in den Jahren zuvor. Also, ein letzter Platzwechsel stand gegen 9:00 an und ich entschied mich es gleich ca. 500 m Stromab an einer Straßenbrücke noch einmal zu wagen. Und was soll ich sagen, gleich der zweite oder dritte Wurf brachte den ersehnten Fisch. Yes!!! Gleich darauf ging an genau der selben Stelle noch ein weiterer Fisch an den silbernen 2er Spinner mit rotem Federbüschel. Also gut, ich war wieder im Spiel und fischte den kleinen Bach noch ein wenig Flussab weiter, als ich eine kleine Holzbrücke überquerte und an einer freien Stelle, kurz vor dem Beginn eines kleinen Wäldchens, den nächsten Biss bekam. Der ging übrigens auf nen 2er Balzer Colonel in rot/silber gestreift. An dieser Stelle wagte ich einige weitere Würfe und fing tatsächlich noch 3 Forellen. Um 10:30 Uhr, als es wegen der Sonne langsam echt warm wurde, konnte ich zufrieden meinen Heimweg antreten und mich auf lecker gegrillte Forellen am Abend freuen. Die Fische waren alle zwischen 35 und 38 cm.
DEGA Watjacke
April 25, 2008Hab heute meine niegelnagelneue Watjacke bekommen. Ein Schmuckstück von DEGA. Heißt ja im aktuellen Jenzi Katalog auch Profi-Watjacke
. Apropros Katalog, man darf sich nicht von dem Bild abschrecken lassen, man selbst sieht in der Jacke nicht so debil aus wie das Model. Naja, jedenfalls ist der Preis mit unter 100€ gut zu ertragen und man bekommt einige ausgeklügelte Details dafür. So hat die Jacke z.B. in den Ärmeln Verlängerungen, die sich wie Handschuhe ohne Finger über die Hände ziehen lassen. Das wärmt auch bei kühlerem Wetter und behindert nicht beim Angeln. So, genug geschwärmt, die Härtetests für das Jäckchen kommen noch und werden dann schonungslos gepostet.
viele Mini-Karpfen
April 21, 2008Heute gings nach Brusendorf auf Karpfen. Das Wetter war echt super, die Sonne schien, es waren ca. 17 °C und der Luftdruck seit zwei Tagen konstant. Ich hab mit nem knappen Kilo Karpfenfutter aus Polen und Dosenmais angefüttert und schon nach ner knappen halben Stunde waren die Karpfen am Platz. Das Futter hat mich echt überzeugt. Dann ging es Schlag auf Schlag, die haben gebissen wie die wilden. Allerdings nur auf vier bis sechs Maden am kleinen Häkchen. Sowohl Mais als auch Wurm wurden Verschmäht. Leider waren das anfänglich alles „nur“ Satzkarpfen und somit hatte ich schon Angst, dass aus meinem geplanten Karpfenfilet in Buttermilch nichts wird. Zwei von den Jungs waren dann aber doch noch etwas größer und durften somit die Reise in meinen Kochtopf antreten. Einige hatten echt hässlich aussehende Verletzungen, keine Ahnung woher.

Versauter Forellenstart
April 18, 2008Ich war am 16.4., wie jedes Jahr, auf Forellen unterwegs. Bisher hab ich an diesem ersten Tag nach der Schonzeit auch immer meine 2-3 Fische für den Grill gefangen. Leider hat mir dieses Jahr der Regen der letzten zwei Wochen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Salmonidenstrecke führte Hochwasser mit einer Farbe wie Milchkaffee. Im Wasser trieben massenhaft mitgeschwämmte Würmer und noch mehr Äste und sonstiges Zeugs. Da ich mir nun aber eine teure Tageskarte gekauft hatte, wollte ich es wenigstens versuchen. Nunja, es blieb erfolglos. Daher fiel dann nach fünf Stunden die Entscheidung, den Angelplatz mal wieder an “meine“ Schleuse zu verlegen, sehr leicht. Aber auch dort war der Wasserstand sehr hoch und die Strömung reißend. Im Wasser trieb sehr viel Uferbewuchs und ein totes Wildschwein. Natürlich war auch hier nicht wirklich was zu holen und so wurde zum ersten mal in meinem Leben der 16.4. ein Schneidertag.
Die neue Rute ordentlich eingeweiht
April 15, 2008Am 12.04. sollte es auf Hechte im Waldsee bei Märkisch Buchholz gehen. Auf Grund des vielen Regens in den letzten Tagen war das Ufer extrem überflutet und daher so weich, dass an ein vernünftiges Angeln nicht zu denken war. Ein paar trotzdem gemachte Würfe brachten auch nur einen kleinen Hecht. Also ging es an “meine“ Schleuse. Diese war wegen des vielen Wassers sehr weit geöffnet. Leider gab es deshalb eine starke Strömung und kaffeebraunes Wasser. Auch hatten wir recht stark steigenden Luftdruck zu verzeichnen und somit war es nicht verwunderlich, dass an der sonst so ergiebigen Schleuse nicht mal die Barsche beißen wollten. Dann, nach dem (gefühlten) 1.000.000sten Wurf geschah doch endlich etwas. Ich bekam einen Biss auf meinen 10cm langen, barschfarbenen Shad, den ich in gleichmäßigem Tempo eingeholt hatte. Ich spürte sofort, dass das kein Barsch sein konnte, der dort am anderen Ende seinen Tanz aufführte. Nein, so wie der verhält sich nur ein Rapfen. Adrenalin bahnte sich blitzschnell den Weg durch meine Blutbahn. Ich fischte mit einem 2.10m kurzen Rütchen mit 2-7g Wurfgewicht und ner 8er Fireline, mit solchem leichten Tackle gab das nen ordentlichen Drill. Letztlich konnte ich den Burschen sicher landen und nach einem kurzen Erinnerungsfoto durfte er dann auch wieder seinem Laichgeschäft nachgehen. Der Tag war also doch noch gerettet, ich war glücklich und die neue Rute eingeweiht.

